Evolutionstheorien und die Entwicklung des Menschen
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Lamarckismus
Der Lamarckismus lässt sich in zwei Prinzipien zusammenfassen:
- Gebrauch und Nichtgebrauch von Organen: Lebensformen passen sich an ihre Umgebung an, nicht nur durch den bloßen Wunsch zu überleben.
- Vererbung erworbener Eigenschaften: Transformationen werden von Generation zu Generation übertragen. Lamarck postulierte, dass die inneren Bedürfnisse der Lebewesen die Hauptursache für den evolutionären Prozess sind.
Darwins Theorie
Darwins Theorie lässt sich ebenfalls in zwei Prinzipien zusammenfassen:
- Überlebenskampf: Ergebnisse aus dem Wettbewerb um Raum und Nahrung.
- Natürliche Selektion: Diejenigen, die am besten an die Umwelt angepasst sind, überleben. Darwin verteidigt, dass die natürliche Selektion durch ererbte Veränderungen als Prinzip der Evolution wirkt.
Synthetische Theorie
Sie beruht auf zwei Grundsätzen:
- Signifikante genetische Variationen innerhalb von Populationen.
- Bestens angepasste Individuen können im Laufe der Zeit erhebliche Veränderungen erfahren.
Die synthetische Theorie berücksichtigt jedoch nicht die Entstehung neuer Arten (Makroevolution).
Punktualismus (Gleichgewichtstheorie)
Die Evolution verläuft nicht schrittweise, sondern in Sprüngen. Es existieren Perioden relativer Ruhe, gefolgt von plötzlichen, kurzen evolutionären Veränderungen. Die Basis dieser Studien liegt in der paläontologischen Untersuchung von Fossilien.
Neutralismus
Der Neutralismus sieht die natürliche Auslese nicht als entscheidenden Faktor im evolutionären Prozess. Stattdessen entstehen Mutationen im Genom einer Spezies, die Gene freisetzen. Diese Gene unterliegen Veränderungen, die zur Entstehung neuer Arten führen können.
Evolution des Menschen
Die Etappen umfassen Radikation, Divergenz und natürliche Selektion.
Phylogenese
Die Phylogenie befasst sich mit dem Studium der menschlichen Evolution, nicht nur mit ihrem Ursprung, sondern mit dem Endergebnis anatomischer Merkmale und Verhaltensweisen.
Bipedie
Der Mensch geht aufrecht auf zwei Beinen. Der Bipedalismus ermöglichte die Freisetzung der Hände, was den Gebrauch von Werkzeugen und die Objektgreiffähigkeit förderte.
Hirnentwicklung
Durch den Bipedalismus veränderte sich die Kopf-Körper-Achse. Die Herstellung von Werkzeugen und der Gebrauch von Objekten führten zu einer umfassenderen Zusammenarbeit zwischen Individuen.
Kultur
Der Mensch ist ein Spezialist für Anpassung. Da er kaum über Instinkte verfügt, ist er in der Lage, die Natur für seine Bedürfnisse umzuwandeln. Die Nutzung des Feuers bot Schutz vor ungünstigem Wetter, Verteidigung gegen Angriffe und sicherte die Ernährung.
Sesshaftigkeit
Der Übergang vom Nomadentum zur Sesshaftigkeit war dank der menschlichen Intellektualität möglich. Die Jagd wurde durch den Anbau von Nahrungsmitteln und das Sammeln von Früchten ergänzt.
Gesellschaft
Menschen können nicht allein überleben. Das soziale Zusammenleben ist kein bloßes Bedürfnis nach Bequemlichkeit, sondern basiert auf gegenseitigen Übereinkünften und sozialer Kooperation.