Exkretionsorgane bei Tieren und der Herzzyklus bei Säugern

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Exkretionsorgane bei wirbellosen Tieren

Protonephridien

Diese kommen bei kleinen Tieren wie Plattwürmern (Plathelminthes) und Nematoden vor. Sie bestehen aus einer Reihe geschlossener Röhren, deren innere Enden verzweigte Solenocyten (Flimmerzellen) bilden. Diese Zellen erfassen Abfallprodukte aus der Körperflüssigkeit. Nachdem überschüssiges Wasser absorbiert wurde, werden die Endprodukte durch Ausscheidungsporen eliminiert.

Metanephridien

Sie treten bei Ringelwürmern (Anneliden) und Weichtieren (Mollusken) auf. Es handelt sich um beidseitig offene Röhren:

  • Die interne Öffnung (Nephrostom) ist trichterförmig, von Wimpern umgeben und zur Leibeshöhle (Coelom) hin offen.
  • Das andere Ende mündet über den Nephridioporus nach außen.

Die Flüssigkeit wird durch die Zilien der Nephrostome in die Tubuli geleitet, wo Wertstoffe reabsorbiert werden, bevor die Abfälle nach außen gelangen.

Malpighische Gefäße

Diese sind typisch für Insekten. Sie bestehen aus dünnen, am Ende geschlossenen Auswüchsen des Verdauungstraktes. Sie stehen in Kontakt mit der Leibeshöhle, wo die Hämolymphe gefiltert wird.

Gründrüsen

Diese kommen exklusiv bei Krebstieren vor und befinden sich an der Basis der Antennen oder Maxillen. Sie bestehen aus einem Sack zum Sammeln der Abfälle, einem röhrenförmigen Teil zur Reabsorption nützlicher Stoffe und einer Blase, die den Abfall über den Nephridioporus nach außen leitet.

Der Herzzyklus bei Säugetieren

Der Herzzyklus beschreibt den Zeitraum zwischen einer Herzkontraktion und der nächsten. Er gliedert sich in drei Phasen:

1. Vorhofsystole

Diese Phase dauert etwa 0,1 Sekunden. Durch die Kontraktion der Vorhöfe gelangt das Blut durch die Mitral- und Trikuspidalklappen in die Ventrikel. Die Semilunarklappen sind geschlossen, damit das Blut nicht aus den Ventrikeln in die Arterien austritt.

2. Kammersystole

Diese Phase dauert etwa 0,3 Sekunden. Die Kammern ziehen sich zusammen, wodurch sich die Mitral- und Trikuspidalklappen schließen, um einen Rückfluss in die Vorhöfe zu verhindern. Die Semilunarklappen öffnen sich, und das Blut wird aus den Ventrikeln in die Arterien gepumpt.

3. Allgemeine Diastole

Diese Phase dauert etwa 0,4 Sekunden. Vorhöfe und Kammern sind entspannt und erweitert. Durch den entstehenden Unterdruck fließt Blut in die Vorhöfe und weiter in die Ventrikel. Die Ventrikel füllen sich bis zum Ende dieser Phase zu etwa 9/10 ihrer Kapazität. Anschließend erzwingt eine neue Vorhofsystole den restlichen Bluteinstrom und schließt den Kreislauf.

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