Externe Migration: Phasen, Ursachen und Folgen (19. & 20. Jh.)

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Externe Migration: Definition und Überblick

Als Externe Migration werden Bevölkerungsbewegungen außerhalb der Landesgrenzen bezeichnet.

Transozeanische Auswanderung (19. & 20. Jahrhundert)

Erste Phase: Mitte 19. Jahrhundert bis Erster Weltkrieg (1914)

Die Auswanderung führte nach Lateinamerika, in die USA, nach Kanada und Australien. In vielen Fällen war sie dauerhaft und wurde staatlich unterstützt (Boom asistida). Die erste Phase reicht von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Ersten Weltkrieg (1914).

Ursachen und Hintergründe

Die Migration wurde durch folgende Faktoren ausgelöst:

  • Bedarf in Lateinamerika: Notwendigkeit, Siedlungen zu gründen, Ressourcen wirtschaftlich auszubeuten und Infrastruktur aufzubauen.
  • Situation im Herkunftsland: Begünstigt durch landwirtschaftliche Rückständigkeit und den Wunsch der Jugend nach besseren Perspektiven.

Herkunft und Profil der Migranten

Die Herkunftsregionen lagen am Atlantik. Hauptziele waren Argentinien, Kuba und Brasilien. Das typische Profil war das eines jungen, unverheirateten, gering qualifizierten Mannes, der sich der Landwirtschaft widmete.

Rückgang zwischen den Weltkriegen

Die transozeanische Migration sank zwischen den beiden Weltkriegen aufgrund der herrschenden Unsicherheit, der Weltwirtschaftskrise von 1929, des Bürgerkriegs und seiner Folgen.

Erholung nach 1945 (bis 1960)

Zwischen 1945 und 1960 erholte sich die transozeanische Migration, begünstigt durch die Erlaubnis zur freien Ausreise, die Aufhebung der internationalen Isolation und die veränderte Haltung der USA.

Veränderte Profile und Ziele

Die Herkunftsregionen blieben Galizien und die Kanarischen Inseln, die Ziele waren Venezuela, Argentinien und Brasilien. Das Profil änderte sich: Familienmigration und erworbene Qualifikationen gewannen an Bedeutung, da die Wirtschaft und Industrie dieser Länder entwickelt werden mussten.

Niedergang seit 1960

Seit 1960 sank die transozeanische Auswanderung aufgrund des beginnenden Niedergangs der lateinamerikanischen Wirtschaft. Derzeit dominieren Rückkehrer.

Migration nach Europa

Entwicklung und Hauptphase (1950–1973)

Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts war diese Migration gering und saisonal. Sie führte vom Osten nach Frankreich und bestand aus Bauern, Arbeitern, Dienstmädchen und politischen Flüchtlingen.

Der Zeitraum zwischen 1950 und 1973 war der populärste. Es handelte sich um eine permanente, berufsbedingte Migration, die durch den raschen wirtschaftlichen Wiederaufbau Europas nach dem Zweiten Weltkrieg ausgelöst wurde.

Ursachen in Spanien und Profile

In Spanien wurde sie durch folgende Faktoren verursacht: landwirtschaftlicher Bevölkerungsüberschuss, Bevölkerungswachstum und steigende Arbeitslosigkeit. Die Herkunftsregionen weiteten sich auf alle Gebiete aus. Die Hauptziele waren Frankreich, Deutschland und die Schweiz. Das Profil waren junge, wenig qualifizierte Erwachsene.

Die Migration sank ab 1973. Heute dominiert die saisonale und temporäre Migration nach Frankreich und in die Schweiz.

Folgen der Migration

Demografische und räumliche Auswirkungen

Die demografischen Folgen betreffen primär die räumliche Verteilung der Bevölkerung.

Wirtschaftliche Folgen

Die wirtschaftlichen Folgen waren gemischt:

  • Positiv: Sie milderten das starke natürliche Wachstum und die Arbeitslosigkeit im Herkunftsland.
  • Negativ: Sie stießen keine Entwicklung in benachteiligten Gebieten an.

Soziale Folgen

Die sozialen Folgen in den Zielländern waren oft mit Entwurzelung verbunden. Nach der Krise von 1975 waren Migranten die ersten, die von Entlassungen betroffen waren.

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