Faktoren der Landwirtschaft, Energie und Industrie
Eingeordnet in Geographie
Geschrieben am in
Deutsch mit einer Größe von 3,33 KB
Physikalische Faktoren der Landwirtschaft
Klima: Jede Pflanze benötigt eine gewisse Temperatur und Luftfeuchtigkeit, um zu wachsen. In jeder Klimazone gedeihen einige Kulturen besser als andere.
Boden: Jede Pflanze benötigt einen Boden mit entsprechenden Merkmalen.
Menschliche Faktoren der Landwirtschaft
Bevölkerungsdichte: Die Notwendigkeit, eine stetig wachsende Bevölkerung zu ernähren, hat zur Ausweitung der Anbauflächen geführt.
Landwirtschaftliche Techniken: Die Verwendung spezifischer Techniken bestimmt die Leistungsfähigkeit des kultivierten Landes.
Agrarpolitik: Regierungen haben einen entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung der Landwirtschaft durch verschiedene Maßnahmen, wie z. B. Landreformen, hydrologische Pläne zur Erschließung neuen Landes oder finanzielle Unterstützung für Landwirte.
Grundstücke und Anbausysteme
Grundstücke: Ein Grundstück ist ein Teilbereich des Agrarraums. Wenn Flächen nicht eingezäunt sind, spricht man von einer offenen Feldflur; sind sie eingezäunt, handelt es sich um geschlossene Felder. Diese haben unterschiedliche Größen und Formen: kleine Grundstücke werden als Minifundien, große als Großgrundbesitz bezeichnet.
Bewässerungssysteme: Das Vorhandensein oder Fehlen von Kanälen, Gräben oder Sprinklern zeigt uns, ob es sich um eine bewässerte Landwirtschaft oder um Regenfeldbau handelt.
Anbauarten: Wenn im gleichen Raum verschiedene Pflanzenarten angebaut werden, spricht man von Polykultur. Wird hingegen nur ein Produkt angebaut, handelt es sich um Monokultur.
Fischerei
Die Fischerei umfasst den Fang von Tieren in Meeren, Flüssen oder Seen.
- Küstenfischerei: Findet in der Nähe der Küste mit kleinen oder mittelgroßen Booten statt.
- Hochseefischerei: Erfolgt auf hoher See mit Schiffen hoher Tonnage.
Energiequellen
- Solarenergie: Nutzt die Sonneneinstrahlung und wandelt sie mittels Photovoltaik-Modulen in elektrische Energie um. Vorteile: Günstige Energie, keine Transportprobleme. Nachteil: Hohe Anschaffungskosten.
- Windenergie: Nutzt die kinetische Energie des Windes durch Windkraftanlagen. Vorteile: Günstiger Strom. Nachteil: Beeinflussung der Zugvögel.
- Kernenergie: Nutzt die Spaltung von Atomkernen (Uran). Vorteile: Günstiger Strom. Nachteil: Entstehung von radioaktivem Abfall.
- Wasserkraft: Nutzt Wasserfälle und Staudämme zur Stromerzeugung. Vorteile: Günstiger Strom. Nachteil: Veränderung der Ökosysteme.
Industriezweige
- Schwer- oder Basisindustrie: Transformiert Rohstoffe zu Zwischenprodukten (Metalle, schwere Chemikalien).
- Investitionsgüterindustrie: Verwandelt Zwischenprodukte in Waren (landwirtschaftliche Maschinen, Baumaschinen, Schiffbau, Luftfahrt, Elektronik).
- Konsumgüterindustrie: Verwandelt Rohstoffe oder Halbfertigprodukte in konsumfertige Waren (Lebensmittel, Textilien, Bauwesen, Automobile, Elektronik, Leichtchemie).