Faktormärkte: Nachfrage, Angebot und Gleichgewicht

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Punkt 14: Die Nachfrage nach Produktionsfaktoren

Die Nachfrage nach einem Faktor unterscheidet sich von der Nachfrage nach Waren und Dienstleistungen dadurch, dass der Verbraucher nicht direkt der Endnutzer ist. Vielmehr leitet sich die Nachfrage aus dem Umfang der Produktion des Unternehmens und den Faktorkosten ab. Die zusätzlichen Einnahmen aus einer zusätzlichen Einheit Arbeit, die durch das Grenzprodukt der Arbeit entstehen, werden durch das Wertgrenzprodukt (IPM) repräsentiert. Ein Unternehmen stellt so lange mehr Arbeit ein, bis das Wertgrenzprodukt den Löhnen (W) entspricht: IPM = W.

Angebotsaspekte des Marktes

Die Angebotskurve eines Faktors hat in der Regel eine positive Steigung. Wenn der Faktor Arbeit betrachtet wird, sind es jedoch nicht die Unternehmen, sondern die Haushalte, welche die Entscheidungen über das Angebot treffen. In diesem Fall wird das Angebot nicht durch die Gewinnmaximierung der Unternehmen bestimmt, sondern durch die Nutzenmaximierung der Arbeitnehmer.

Um zu verstehen, warum eine Angebotskurve der Arbeit so verläuft, muss man die Verteilung zwischen Arbeitszeit und Freizeit betrachten. Freizeit beschreibt angenehme Tätigkeiten, die nicht mit Arbeit, Schlafen oder Essen zusammenhängen. Der einzige Vorteil der Arbeit ist das erzielte Einkommen. Es ist wichtig zu beachten, dass ein Arbeitnehmer eine gewisse Flexibilität genießt, die Anzahl der täglichen Arbeitsstunden zu wählen. Der Preis für die Freizeit sind die Opportunitätskosten in Form des entgangenen Geldes. Wenn also das Gehalt steigt, erhöht sich auch der Preis für die Freizeit.

Gleichgewicht im wettbewerbsorientierten Faktormarkt

Ein wettbewerblicher Faktormarkt befindet sich im Gleichgewicht, wenn zum gegebenen Preis die nachgefragte Menge der angebotenen Menge entspricht. Wenn auch auf dem Produktmarkt vollständiger Wettbewerb herrscht, misst die Nachfragekurve eines Faktors den Wert des Grenzerzeugnisses. Die Löhne spiegeln sowohl die Kosten für das Unternehmen als auch den Nutzen für die Gesellschaft durch eine zusätzliche Einheit des Faktors wider. Wenn sowohl die Faktor- als auch die Produktmärkte perfekt wettbewerbsfähig sind, werden Ressourcen effizient genutzt, da sie die Differenz zwischen dem Gesamtnutzen und den Gesamtkosten maximieren.

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