Faschismus, Nationalsozialismus und die Weltwirtschaftskrise
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Charakter des faschistischen Staates
Politik nach außen
Der wirtschaftliche Fortschritt war das wichtigste Merkmal. Es wurde der Vertrag von Locarno unterzeichnet, durch den die Grenzen des Friedensvertrags von Versailles akzeptiert wurden. Mussolini konzentrierte alle Kräfte auf die Implantation der faschistischen Diktatur in Italien und richtete die Außenpolitik auf die Expansion in Äthiopien aus. Zudem erfolgte die militärische Besetzung Albaniens, was in das Militärbündnis führte, das Italien in den Zweiten Weltkrieg brachte.
Wirtschaftspolitik
Diese war durch staatliche Eingriffe gekennzeichnet, um die Produktion und hohe Investitionen in die Infrastruktur zu fördern. Die autarke Wirtschaftspolitik zielte darauf ab, dass der italienische Staat seinen Bedarf aus eigenen Ressourcen deckte.
Soziale Kontrolle
Es erfolgte die obligatorische Eingliederung von Arbeitgebern und Arbeitnehmern in eine einheitliche Organisation.
Der NS-Staat
Der NS-Staat war durch die Aussetzung individueller Freiheitsrechte, die Beseitigung jeglicher politischer Opposition, die Gründung der Geheimpolizei (Gestapo) und den Bau von Konzentrationslagern gekennzeichnet.
Expansive Außenpolitik
Die Nationalsozialisten verfolgten das Ziel, „Lebensraum“ zu schaffen. Auf der Tagesordnung stand die Rückgewinnung der durch den Versailler Vertrag verlorenen Gebiete, die Annexion Österreichs, der Tschechoslowakei und der Einmarsch in Polen.
Extremer Nationalismus
Das Ziel war die Vereinheitlichung aller Gebiete mit bedeutenden deutschen Minderheiten sowie die Vernichtung ethnischer oder religiöser Gruppen, insbesondere Juden und Sinti und Roma.
Wirtschafts- und Sozialpolitik
Die Wirtschaft war durch Autarkie und Interventionismus geprägt, um die Krise zu überwinden. Die Nürnberger Gesetze legalisierten die Diskriminierung von Juden, was konsequent zur Vertreibung zahlreicher Intellektueller, Wissenschaftler und Künstler führte.
Ursachen der Weltwirtschaftskrise 1929
Überproduktion und Börsenspekulation
Unternehmen waren gezwungen, die Produktion aufgrund der Anhäufung unverkäuflicher Waren zu drosseln. Die Börsenspekulation galt als schnellster Weg zum Gewinn: Aktien wurden günstig gekauft, um sie später zu höheren Preisen zu verkaufen.
Schwarzer Donnerstag
Im Oktober 1929 führte der massenhafte Verkauf von Aktien an der New Yorker Börse zu Panik unter den Anlegern. Der rapide Wertverlust der Aktien löste einen Börsencrash aus, der viele Investoren ruinierte.
Folgen der Krise
Wirtschaftliche Folgen
Durch die Schließung von Banken konnten Kunden ihre Einlagen nicht mehr abheben, was große Unternehmen und Industrien zwang, ihre Produktion einzustellen.
Soziale Folgen
Die Schließung zahlreicher Fabriken führte zur Arbeitslosigkeit von Millionen Arbeitern. Die einzige Überlebensmöglichkeit für viele Familien waren Almosen und Wohltätigkeit.