Fauvismus und Kubismus: Wegbereiter der Moderne

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Der Fauvismus: Farbe als Ausdruck

Der Fauvismus, eine Bewegung der Avantgarde, kündigte sich auf der Ausstellung des Salon d'Automne in Paris zwischen 1905 und 1908 an. Er bildete eine Synthese aus Impressionismus, Post-Impressionismus (charakterisiert durch ebene Flächen) und Symbolik (orientalische und dekorative Elemente).

Gekennzeichnet durch die Energie und Leuchtkraft der Farben, wollten die Künstler die Realität nicht bloß imitieren, sondern neu erschaffen. Sie strebten danach, die Essenz der Wirklichkeit einzufangen und die Freude am Leben durch eine eigene Bildsprache auf der Leinwand auszudrücken.

Der Kubismus: Eine neue Sicht auf die Realität

Der Kubismus nahm seinen Ursprung im Pariser Herbstsalon von 1907. Angeführt von Pablo Picasso, begannen Künstler, Objekte nach einer inneren Logik zu konstruieren – basierend auf geometrischen Grundformen wie Zylinder, Kugel und Kegel. Die erste große Ausstellung fand 1911 im Salon des Indépendants statt.

Der Kubismus gilt als bedeutendster Beitrag der Avantgarde. Durch die Zersplitterung der Form in mehrere Ebenen stellt er die Differenz zwischen dem Objekt und seinem Abbild in den Vordergrund.

Phasen des Kubismus

Picassos Gemälde „Les Demoiselles d'Avignon“ (1907) markierte den Beginn der Bewegung, die sich in folgende Stadien entwickelte:

  • Proto-Kubismus: 1908–1909, frühes Stadium.
  • Analytischer Kubismus: 1909–1911, Vertiefung der Untersuchungen durch Picasso und Braque.
  • Synthetischer Kubismus: Ab 1911–1914, Einführung von Papier collé und Collage durch Picasso, Braque und Juan Gris.

Skulptur und Einfluss

In der kubistischen Skulptur liegt der Fokus nicht auf Volumen oder Masse, sondern auf Flächen und Raum. Dabei werden oft unkonventionelle Materialien und Recycling-Abfälle verwendet. Der Kubismus beeinflusste maßgeblich den Expressionismus, Futurismus und Konstruktivismus und war ein unverzichtbarer Bezugspunkt für die Entstehung der Abstraktion.

Exkurs: Architektur und Kunst der Renaissance

Hinweis: Der folgende Abschnitt behandelt kunsthistorische Aspekte der Renaissance, die stilistisch vom vorangegangenen Text abweichen.

Architektur

In der Renaissance kehrte man zu menschlichen Proportionen zurück. Man nutzte Rundbögen und Tonnengewölbe in rechteckigen Gebäuden. Architekten entwarfen ideale Städte sowie Paläste für den Adel. Ein bedeutender Vertreter ist Filippo Brunelleschi. Die religiöse Architektur orientierte sich an der Form des lateinischen Kreuzes.

Skulptur und Malerei

Die Skulptur dieser Epoche zeigte heidnische und religiöse Tendenzen. Bevorzugte Materialien waren Marmor und Bronze. Ein Hauptvertreter ist Donatello, dessen David als erste freistehende Aktfigur der Neuzeit gilt.

Die Malerei war vielfältig und umfasste religiöse, mythologische, historische Themen sowie Porträts. Als Techniken wurden vorwiegend Tempera und Öl auf Holz verwendet.

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