Federico García Lorca und Pío Baroja

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Federico García Lorca

Federico García Lorca wurde in Fuentevaqueros (Granada) geboren und studierte Jura, Philosophie sowie Literatur. In Madrid lebte er in der Residencia de Estudiantes, wo er die wichtigsten Intellektuellen Spaniens kennenlernte. Er nahm an literarischen Kreisen teil und traf unter anderem Jorge Guillén. Gemeinsam mit anderen Dichtern bildete er die Generation von 27, eine Gruppe, die um 1920 zu schreiben begann. Sie bewunderten Góngora und wählten diesen Namen, da das Jahr 1927 den 300. Todestag seines Todes markierte.

Neben seiner Tätigkeit als Dramatiker war Lorca auch als Lyriker äußerst erfolgreich. Heute gilt er als einer der bedeutendsten Autoren unserer Literaturgeschichte. Er wurde während des Spanischen Bürgerkriegs in der Nähe von Granada aufgrund seiner politischen Unterstützung für die Republik erschossen.

Theater und Dramatik

Lorca begann mit dem szenischen Schreiben, inspiriert von der klassischen Komödie, und äußerte den Wunsch, das Theater seiner Zeit zu erneuern. Sein erster Erfolg war Mariana Pineda. Nach einer Reise nach New York festigte er seine Absicht, das Theater zu reformieren, wobei er sich unter anderem von den absurden Werken Valle-Incláns inspirieren ließ. Schließlich konzentrierte er sich auf das Genre, für das er heute am bekanntesten ist: die ländliche Tragödie.

Themen und Stil

Die Themen seiner Stücke entsprechen im Wesentlichen denen seiner Lyrik: der Kampf für Freiheit, Liebe und Tod. In seinen Werken stehen oft unterdrückte weibliche Figuren im Mittelpunkt. Diese Vorliebe für die weibliche Welt entspringt Lorcas Empathie für Unterdrückte und Ausgegrenzte. Zudem verbindet er in seinem Werk Tradition und Erneuerung, was typisch für die Generation von 27 ist. Während seine Stücke anfangs in Versform verfasst waren, wandte er sich später der Prosa zu.

Seine Werke sind oft von realen Ereignissen inspiriert und dienen als kritische Reflexion über die Sitten seiner Zeit sowie die Tyrannei von Ehre und sozialen Normen. Seine Protagonisten befinden sich in einer Gesellschaft, die dem individuellen Glück feindlich gegenübersteht, was meist im tragischen Scheitern (oft durch den Tod) endet.

Der Baum der Erkenntnis (Pío Baroja)

Pío Baroja ist der Autor des Romans Der Baum der Erkenntnis. Er war ein spanischer Schriftsteller der Generation von 98, der in San Sebastián geboren wurde und in Madrid starb. Er stammte aus einer liberalen Familie und lebte aufgrund der Tätigkeit seines Vaters als Bergbauingenieur an verschiedenen Orten.

Baroja studierte Medizin und arbeitete als Arzt, gab diesen Beruf jedoch auf, als er nach Madrid zog. Er arbeitete in einer familieneigenen Bäckerei, um sich der Literatur zu widmen. Als der Bürgerkrieg ausbrach, emigrierte er nach Frankreich.

Weltbild und Philosophie

Pío Baroja galt als einsam, verbittert, schüchtern, unabhängig und skeptisch. Für ihn war die Welt sinnlos, und er hatte wenig Vertrauen in die Menschheit. Sein Denken war stark von Philosophen wie Schopenhauer und Nietzsche geprägt. In seinen Werken porträtiert er oft einen „Mann der Tat“, der gegen die Gesellschaft aufbegehrt.

Die Generation von 98

Baroja gehörte zur Generation von 98, einer Gruppe, die nach der „Katastrophe von 98“ entstand, als Spanien seine letzten Kolonien verlor und die Wirtschaft einbrach. Die Schriftsteller dieser Generation kritisierten die Regierung für den Mangel an Kultur, die Vernachlässigung der Geschichte, Religion, Wissenschaft und Philosophie.

Die Arbeit thematisiert zentrale gesellschaftliche Missstände:

  • Das kulturelle Umfeld und mangelnde Investitionen in die Wissenschaft
  • Menschliche Grausamkeit und fehlende Würde
  • Den individualistischen Charakter der Spanier
  • Sexuelle Repression und falschen Patriotismus
  • Die Gleichgültigkeit der Armen gegenüber Verbesserungen sowie die bequeme Haltung der Reichen

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