Federico García Lorcas Theater: Stil, Themen und Phasen
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Sprache und Stil des Lorca-Theaters
In seinem Theater nutzt Federico García Lorca sowohl Prosa als auch Verse. Während seine ersten beiden Bücher komplett in Versen geschrieben sind, wird der Einsatz von Versen später reduziert, um die Intensität in bestimmten Momenten zu steigern. Dies geschieht insbesondere durch Interventionen des Chores oder das Singen von Volksliedern, wodurch ein dramatisches Klima geschaffen wird. Die Prosa hingegen dient als Kunst des Dialogs, die stetig an Lebhaftigkeit, Nervenstärke und Intensität gewinnt.
Seine Sprache verbindet den populären Geschmack in Perfektion mit seiner eigentümlichen Richtung, seinen Aussprüchen und Redewendungen sowie einem lyrischen Atem. In Lorcas Theaterwelt herrscht eine sensorische Wahrnehmung vor, die zur Personifikation und Metapher führt – ein entscheidendes Verfahren in seinem Stil. Die beherrschenden lorquianischen Symbole sind:
- Der Mond
- Das Wasser
- Das Blut
- Das Pferd
- Kräuter und Metalle
Lorca predigte ein poetisches Theater als stillschweigende Poetisierung des expressiven Mittels, weshalb seine dramatische Sprache stark mit Konnotationen aufgeladen ist.
Thematik der Dramaturgie von Lorca
Die zentralen Themen sind die unmögliche Liebe, die frustrierte Liebe und der Mythos des unmöglichen Begehrens. Das neuronale Element in Lorcas Universum ist die Frustration. Man sollte bei seinen Dramen eher von einer dramatischen Situation als grundlegendem Kern sprechen. Diese grundlegende lorquianische Situation ist die konfliktreiche Auseinandersetzung zweier wesentlicher Kräfte: das Prinzip der Autorität gegen das Prinzip der Freiheit.
Lorca zeigt ein tragisches Schicksal auf, das Leidenschaften zu Tod, Einsamkeit oder Sterilität verurteilt. Die Frustration liegt dabei auf einer doppelten Ebene:
- Metaphysische Ebene: Die Kräfte, welche die Autorität erzwingen, sind die Zeit, die Einsamkeit, die Sterilität und der Tod.
- Soziale Ebene: Die Kräfte des Autoritätsprinzips sind gesellschaftliche Konventionen, Kastenvorurteile und soziale Joche.
Lorca bewirkt damit eine Revitalisierung der großen tragischen Mythen.
Die dramatische Laufbahn von Lorca
Die Entwicklung seines Werkes lässt sich in drei Phasen unterteilen:
- Die Anfänge: Erste dramatische Erfahrungen in den 1920er Jahren.
- Die Avantgarde: Experimentelle Erfahrungen der Avantgarde in der frühen Phase der 1930er Jahre.
- Die Phase der Fülle: Die Zeit von 1932 bis zu seinem Tod im Jahr 1936.