Flechten, Moose und Samenpflanzen: Biologie und Merkmale
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Flechten: Symbiose und ökologische Bedeutung
Flechten sind gelbgrüne Organismen, die an Felsen oder Baumrinden wachsen. Sie entstehen durch eine Symbiose aus Pilzen und einzelligen Algen. Flechten tragen zur Bodenbildung bei, indem sie Gestein zersetzen und sich mit verwesenden Überresten von Tieren und Pflanzen vermischen. Zudem dienen sie kleinen Tieren wie Schnecken und Raupen als Lebensraum. Da sie sehr empfindlich gegenüber Luftverschmutzung sind, kommen sie nur in unbelasteten Gebieten vor.
Leitgewebe und Photosynthese
Chlorophyll ist ein grüner Farbstoff in den Blättern, der Lichtenergie einfängt. Er wandelt Wasser und Mineralsalze in Rohsaft um. Der verarbeitete Saft enthält Kohlenhydrate, die während der Photosynthese entstehen.
- Leitgefäße: Gefäßgewebe, bestehend aus Xylem und Phloem.
- Xylem: Transportiert den Rohsaft von der Wurzel zu den Blättern.
- Phloem: Transportiert den verarbeiteten Saft von den Blättern in alle Pflanzenteile.
Moose: Kleine Pflanzen ohne echte Leitstrukturen
Moose sind kleine, kriechende Pflanzen, die aufgrund fehlender Stützstrukturen nur wenige Zentimeter hoch wachsen. Ihnen fehlen echte Wurzeln, Stängel, Blätter und Leitgefäße.
Struktur und Anpassung
- Rhizoide: Erfüllen wurzelähnliche Funktionen, dienen der Wasseraufnahme und der Verankerung im Boden.
- Phylloide: Kleine, blattartige Strukturen zur Aufnahme von Wasser und Kohlendioxid sowie zur Photosynthese.
- Cauloide: Zellgruppen, die als falsche Stängel fungieren und den Safttransport übernehmen.
Moose vermehren sich sowohl sexuell als auch asexuell und benötigen für die Fortpflanzung eine feuchte Umgebung, weshalb sie meist an schattigen Orten wachsen.
Samenpflanzen
Samenpflanzen besitzen echte Wurzeln, Stämme und Blätter. Man unterscheidet zwei Gruppen:
- Gymnospermen: Nacktsamer (geschützt).
- Angiospermen: Bedecktsamer (ungeschützt).
Der Samen besteht aus dem Embryo, den Keimblättern und einer Schutzhülle. Diese ermöglicht es der Pflanze, extreme Temperaturen oder Trockenheit zu überstehen. Sobald die Umgebungsbedingungen günstig sind, bricht der Embryo aus seinem Schutzmantel hervor und beginnt zu keimen.