Die Franco-Diktatur: Repression und Staatsstruktur
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Die Repression unter dem Franco-Regime
Die Repression: Franco zeigte nie Interesse an einer Versöhnung mit den Besiegten. Sein Ziel war es stets, all diejenigen zu zerstören oder zu unterjochen, die Opposition gegen das Regime zeigten und als „Feinde Spaniens“ bekannt waren.
Das Ende des Konflikts basierte nicht auf einer Beendigung der Gewalt, sondern auf der Institutionalisierung der Repression durch das Gesetz über die politische Verantwortung (1939) sowie das Gesetz zur Unterdrückung des Kommunismus und der Freimaurerei. Die Armee war bis 1963 das Hauptwerkzeug der repressiven Politik, bis der Gerichtshof für öffentliche Ordnung (TOP) geschaffen wurde – ein spezielles Zivilgericht für politische Verbrechen.
Sämtliche sprachlichen und kulturellen Ausdrucksformen jenseits des Kastilischen wurden verboten und verfolgt. Die ausschließliche Geltung des Kastilischen galt als unerschütterlicher Grundsatz der Einheit Spaniens, während Katalanisch, Galizisch und Baskisch lediglich als Dialekte abgetan wurden.
Struktur des neuen Staates
Die Franco-Diktatur versuchte, dem System den Anschein eines Rechtsstaates zu geben, indem sie eine Reihe von Grundgesetzen verabschiedete. Diese ersetzten eine fehlende Verfassung und schufen parlamentarische Gremien, um den Anschein einer Volksvertretung zu erwecken. Dieser politische Rahmen wurde zwischen 1938 und 1966 als „Organische Demokratie“ bezeichnet.
Wichtige Grundgesetze des Franquismus
- 1938 Arbeitsrecht: Basierend auf der Carta del Lavoro, die unter Mussolini entstand.
- 1942 Gründungsakte des Parlaments: Dies markierte einen Wendepunkt im Zweiten Weltkrieg. Um nach außen hin nicht als rein faschistischer Staat zu erscheinen – da sich der Krieg zugunsten der Alliierten (Frankreich, Großbritannien, USA und UdSSR) entwickelte und die Achsenmächte (Deutschland, Italien und Japan) fast besiegt waren –, wurden faschistische Symbole wie der Gruß und Uniformen teilweise entfernt.
- 1945 Spanisches Grundgesetz (Fuero de los Españoles): Es gewährte eine Reihe von Freiheiten, die jedoch nicht im Konflikt mit dem Staatsoberhaupt stehen durften. Zudem wurde das Nationale Referendumsgesetz verkündet.
- 1947 Nachfolgegesetz: Franco legte fest, dass Spanien ein Reich mit Erbrecht ist. Nach seinem Tod wurde Juan Carlos I. mit dem Titel des Königs zum Staatsoberhaupt.
- 1958 Gesetz über die Grundsätze der Nationalen Bewegung: Alle zivilen und militärischen Beamten wurden von Amts wegen Mitglieder der „Bewegung“. Diese politische Organisation fasste die Ideen der Falange (JONS) zusammen.
- 1966 Organisches Staatsgesetz: Eine Konsolidierung aller vorherigen Gesetze, die festlegte, dass die Ämter des Staatsoberhaupts und des Regierungschefs von verschiedenen Personen ausgeübt werden können.
Dies wurde mit der Wahl von Carrero Blanco als Regierungschef wirksam. Das Gesetz wurde in einer Volksabstimmung verabschiedet, wobei die Sprache „bereinigt“ wurde, um das faschistische Image abzulegen und das Regime für die Zukunft abzusichern – ganz im Sinne von Francos Worten: „Alles ist gut gebunden“.
Fazit: Wirtschaftlicher Wandel und Widerstand
Die wirtschaftliche Entwicklung zwischen 1959 und 1973 wurde zu einer Propagandawaffe des Franco-Regimes. Gleichzeitig führte sie jedoch zur Entstehung neuer sozialer Konflikte und förderte die Verbreitung neuer Einstellungen und Verhaltensmuster. Das Franco-Regime blieb eine Diktatur, die unfähig zur Demokratisierung war, weshalb sich zunehmend Bewegungen entwickelten, die dem Regime gegenüberstanden.