Das Franco-Regime: Geschichte, Phasen und Gesellschaft

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Die Opposition gegen das Franco-Regime

Die Opposition gegen das Franco-Regime war nur schwach ausgeprägt, da sie entweder zerschlagen, inhaftiert oder ins Exil gezwungen wurde. Die PCE (Kommunistische Partei Spaniens) war die am besten organisierte Kraft und erreichte unter Arbeitern eine gewisse Bedeutung, indem sie Fabrikarbeiterausschüsse bildete. Die einzigen tatsächlichen Formen der Opposition waren Ortsvereine, die den einzigen politischen Spielraum innerhalb des Regimes darstellten.

Phasen des Regimes

1939–1950: Autarkie

Nach dem Bürgerkrieg festigte die Regierung ein autoritäres Regime und orientierte sich zunächst an den faschistischen Achsenmächten, änderte ihre Ausrichtung jedoch bis 1942. Die Nachkriegsjahre waren von Hunger geprägt. Wirtschaftliche Engpässe wurden durch den Mangel an ausländischem Investitionskapital verschärft. Das Programm der Falange befürwortete wirtschaftlichen Nationalismus, Selbstversorgung und Autarkie. Die Verpflichtung, die Ernte an den Nationalen Weizen-Dienst zu liefern, führte zu stetigem Betrug. Im Jahr 1941 wurde das INI (Nationales Institut für Industrie) gegründet, um strategische Sektoren der spanischen Industrie zu verstaatlichen.

1950–1960: Öffnung

Ab 1950 blieben die ideologischen Prinzipien des Regimes zwar unverändert, die Politik wurde jedoch liberaler. Spanien begann, US-Hilfe zu erhalten. Da die Inflation weiterhin sehr stark blieb, wurde 1955 die Notwendigkeit einer wirtschaftlichen Stabilisierung deutlich. Spanien trat in dieser Zeit internationalen Foren bei.

1960–1975: Entwicklungsphase

Dies war die Zeit der Regierung der Technokraten des Opus Dei, geprägt von großer wirtschaftlicher Entwicklung und einer liberaleren Haltung. Es wurden Entwicklungspläne umgesetzt und der Tourismus nahm stark zu. Luis Carrero Blanco übernahm 1973 die Präsidentschaft der Regierung, wurde jedoch wenige Monate später ermordet. Am 20. November 1975 starb Franco, und Juan Carlos I. wurde als König von Spanien eingesetzt.

Das soziale System unter Franco

Franco war das Staatsoberhaupt und während der meisten Zeit auch Premierminister.

  • Die Armee: Sie diente als abschreckende Waffe und Instrument der Unterdrückung in der Gesellschaft. Durch die Wehrpflicht war sie zudem für die ideologische Ausbildung verantwortlich.
  • Die Kirche: Sie übernahm die Aufgabe, das Regime nach außen und innerhalb der spanischen Gesellschaft zu legitimieren.
  • Die Bourgeoisie: Das Regime stützte sich auf feudale Grundherren sowie die finanzielle und industrielle Oligarchie. Die protektionistische Politik ermöglichte es diesen Gruppen, durch den Schwarzmarkt hohe Gewinne zu erzielen.

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