Der Franquismus und der globale Wandel im 20. Jahrhundert

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Der Franquismus: Grundlagen und Herrschaft

Francisco Franco übernahm die Macht und fungierte als Staatschef. Er überwachte die Legislative sowie die Judikative und hielt den Oberbefehl über das Heer (Ejército). Es existierte mit der FET y de las JONS nur eine einzige legale Partei. Individuelle Freiheiten wurden abgeschafft. Die nationalistische Diktatur wurde von der Armee, der katholischen Kirche, großen Unternehmen und den Großgrundbesitzern (terratenientes) unterstützt. Auch der Mittelstand begünstigte durch die Unterdrückung die Dauer des Regimes.

Repression und wirtschaftliche Autarkie

Anhänger der Republik wurden verurteilt, hingerichtet oder zu Zwangsarbeit verpflichtet. Es wurde verboten, in anderen Sprachen als Kastilisch zu veröffentlichen. Aufgrund der Angst vor Repression gingen viele Personen ins Exil. Die Blaue Division wurde im Jahre 1941 gegründet, um Deutschland an der russischen Front gegen Hitler zu unterstützen, erklärte sich jedoch 1942 für neutral.

Wirtschaftlich wurde eine Autarkie angestrebt, um das Land unabhängig zu machen. Die Bevölkerung wurde streng kontrolliert, was zu einem Mangel an Produkten führte. Die staatliche Rationierung von Lebensmitteln führte zur Entstehung eines Schwarzmarktes (mercado negro), auf dem Waren zu wesentlich höheren Preisen erworben werden mussten.

Internationale Isolation und wirtschaftliche Wende

Am Ende des Zweiten Weltkriegs (1945) war die Diktatur international isoliert: Spanien wurde nicht in die Vereinten Nationen aufgenommen, fast alle Länder zogen ihre Botschafter ab und Frankreich schloss seine Grenze. Dies änderte sich erst mit dem Kalten Krieg.

Der Stabilisierungsplan von 1959

Im Jahr 1959 führten neue Verantwortliche den Stabilisierungsplan ein. Die Autarkie wurde aufgegeben und die spanische Wirtschaft näherte sich dem kapitalistischen System der westlichen Länder an. Das Wirtschaftswachstum zwischen 1960 und 1973 basierte auf zwei Säulen: dem Wachstum der Industrie und der Expansion des Dienstleistungssektors, wobei insbesondere der Tourismus hervorstach.

Demografischer Wandel und Modernisierung

Die Landwirtschaft wurde mechanisiert und das Wirtschaftswachstum wurde durch massive ausländische Investitionen ermöglicht, die durch niedrige Löhne und geringe Steuern angezogen wurden. Die Regierung entwarf Entwicklungspläne, um die Unterschiede zwischen den Regionen zu verringern. Es gab einen starken Anstieg der Bevölkerung, was zu einer massiven Landflucht führte. Spanien wurde zu einer städtischen Nation, während ländliche Gebiete verlassen wurden.

Opposition und das Ende der Diktatur

Im Jahr 1956 strebte die Kommunistische Partei eine politische Aussöhnung an, mit dem Ziel einer Allianz aller Parteien (von rechts bis links) gegen die Diktatur. 1962 trafen sich diese Parteien in München. Später entstanden Vereinigungen wie das Demokratische Board. In der spanischen Kolonie Sahara kam es zum Konflikt, als Marokko die Schwäche des Regimes während des sogenannten Grünen Marsches ausnutzte. Franco starb schließlich am 20. November 1975.

Globaler geopolitischer Wandel

Die Sowjetunion und die USA

Michail Gorbatschow erreichte 1985 die Präsidentschaft der Sowjetunion und setzte mit der Perestroika (wirtschaftliche Reformen) und Glasnost (politische Offenheit) ein Programm in Gang. In den USA gewann George H.W. Bush 1988 die Wahlen, gefolgt von Bill Clinton im Jahr 1992. Ein Wendepunkt war der 11. September 2001 mit dem Anschlag auf die Twin Towers durch Al-Qaida unter Osama bin Laden.

Internationale Konflikte

  • 1991: Intervention im Golfkrieg durch eine UN-gestützte internationale Koalition zur Ausweisung irakischer Truppen.
  • 2001: Offensive gegen das Taliban-Regime in Afghanistan.
  • 2003: Irak-Krieg ohne UN-Zustimmung unter dem Vorwand der Existenz von Massenvernichtungswaffen, was sich später als unwahr herausstellte.

Russland, China und Osteuropa

In Russland konnte Boris Jelzin nach seinem Wahlsieg 1991 eine Eskalation der Wirtschaftskrise und Korruption nicht verhindern. Es kam zu Konflikten wie in Tschetschenien. Sein Nachfolger Vladimir Putin errichtete unter dem Deckmantel der Demokratie ein autoritäres Regime. In China schuf Deng Xiaoping nach dem Tod von Mao (1976) eine neue Wirtschaftspolitik: den Eintritt von ausländischem Kapital, die Etablierung von Industriegebieten und eine Öffnung zum Westen. 1991 erklärten zudem Mazedonien, Kroatien und Slowenien ihre Unabhängigkeit.

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