Die französische Aufklärung: Denker und ihre Theorien

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Die französische Aufklärung

Die neoklassizistischen Gebote dominierten, obwohl die Revolution stattfand. Die historistische Auffassung von Literatur, die Vorherrschaft des Genies und das Gefühl bildeten ein Vorspiel zur Romantik.

Voltaire

Voltaire lobte das Genie Shakespeares trotz dessen Mängeln, da er sich nicht an die Regeln des Dramas hielt. Er reagierte jedoch mit Verachtung, als Shakespeare in Frankreich aufgrund dogmatischer klassizistischer Ansichten Berühmtheit erlangte.

Obwohl Voltaire selbst ein episches Gedicht verfasste, das nicht den klassischen Regeln entsprach, erklärte er, dass gesellschaftliche und technische Veränderungen seit der Antike zu verschiedenen literarischen Vorstellungen geführt hätten.

Diderot

Intensive Gefühle waren für Diderot in einem Theaterstück sehr wichtig. Er vertrat die Ansicht: Je barbarischer ein Volk, desto blühender sei seine Poesie. Er legte großen Wert auf das Genie, entwickelte jedoch das bürgerliche Drama, das zwischen Komödie und Tragödie angesiedelt ist. Die Beziehungen basieren hierbei auf „Bedingungen“ (Charaktere definiert durch ihren sozialen und familiären Status), was sich von der klassischen Tragikomödie unterscheidet.

Rousseau

In „Vom Gesellschaftsvertrag“ argumentiert Rousseau, dass es keine göttliche Fügung für unsere Regeln gibt. Er gewährt dem Individuum eine bisher verweigerte Freiheit. Gleichzeitig behauptet er, dass der Mensch seinen Sinn nicht mehr als üblich erhält; dies dient auch als Überprüfung, ob alle Menschen gleich denken.

Kant

Kant glaubt an zwei Welten: die der Erscheinungen und die der Dinge an sich, in der die Vernunft dominiert. Wir können nur die erste Welt durch Sensibilität erfassen; Kunst und Literatur definieren, was wir unter diesen Bedingungen erfahren können.

Das Bewusstsein für Kunst vermittelt Vorstellungen von der Welt der Dinge an sich und fungiert somit als Brücke zwischen Sinn und Verstand.

Kant vertritt die Ansicht, dass Schönheit uneigennützig ist. Er unterscheidet zwischen:

  • Dem Schönen: Harmonie verbunden mit Ruhe.
  • Dem Erhabenen: Hier unterscheidet er zwischen dem mathematisch Erhabenen (Inkommensurabilität) und dem dynamisch Erhabenen (Angst und Minderwertigkeit).

Aus dem Erhabenen zieht man eine negative Lust. Zudem verwendet er den Begriff des Genies.

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