Fray Luis de León und Garcilaso de la Vega: Eine Analyse
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Fray Luis de León
Fray Luis de León verband platonischen und christlichen Humanismus mit religiösen Themen.
Das Werk von Fray Luis
Das literarische Schaffen lässt sich in drei Perioden unterteilen:
- 1) Gedichte vor der Inhaftierung: Hier zeigt sich Fray Luis als Moralist, der den Wunsch nach Einsamkeit und die Verachtung weltlicher Freuden thematisiert.
- 2) Verse aus dem Gefängnis: Er verfasste zwei Werke religiösen Inhalts; eines davon beklagt das Unrecht seiner Inhaftierung.
- 3) Werke nach der Inhaftierung: Diese offenbaren eine geistige Mystik, die Sehnsucht nach innerem Frieden und die Suche nach universeller Unendlichkeit.
Poetische Ideen und Einflüsse
Die zentralen Motive sind die Natur, die Sehnsucht nach dem Landleben, die Nacht und die Musik. Diese speisen sich aus drei Quellen:
- Neuplatonismus: Die ideale Vorstellung eines Universums, das von Harmonie regiert wird.
- Pythagoreismus: Die Annahme, dass alles auf Zahlen reduziert werden kann und das Universum eine perfekte Harmonie darstellt.
- Stoische Philosophie: Die Übernahme der mediocritas aurea, das Leben im Einklang mit der natürlichen Ordnung.
Garcilaso de la Vega
Seine dichterische Laufbahn gliedert sich in drei Schaffensperioden:
- 1) Einfluss der Cancionero-Poesie: Seine Gedichte enthalten noch keine petrarkistischen Elemente und sind reich an Wortspielen.
- 2) Die Phase des Petrarkismus: Er verinnerlicht die Liebe, beschreibt seine Gefühle und nutzt die Natur als Rahmen, um seine Liebste zu porträtieren.
- 3) Die Fülle des Schaffens: Geprägt durch seinen Aufenthalt in Italien und die Auseinandersetzung mit den Klassikern, zeichnet sich diese Phase durch formale Einfachheit und Natürlichkeit aus.
Das Werk von Garcilaso
Sein Gesamtwerk umfasst einen Brief, zwei Elegien, drei Eklogen, fünf Lieder, achtunddreißig Sonette sowie Proben traditioneller Poesie. Die wichtigsten Elemente seiner Eklogen sind das Pastorale, die Natur und die Liebe. Seine Sonette behandeln meist das Thema der Liebe.
Garcilasos Stil ist geprägt von poetischen Mitteln wie Antithesen und Wortspielen. Er erreichte eine besondere Harmonie und richtete seine Poesie an den Idealen von Natürlichkeit und Eleganz aus.