Frederic Soler: Pionier des katalanischen Theaters
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Frederic Soler, auch bekannt als Serafí Pitarra, war ein Schriftsteller aus Barcelona, dessen Werk die Wiederherstellung der katalanischen Sprache während des 19. Jahrhunderts ermöglichte.
Die Anfänge als Serafí Pitarra
Frederic Soler begann seine theatralische Laufbahn unter dem Pseudonym Serafí Pitarra in der Tradition der Komödien-Skizzen (Sainetes). Diese Theaterstücke sind kurze Sketche mit Comedy-Charakter und Karikaturen, die vor allem Figuren des handwerklichen Alltags darstellen. Seine Geschichte ist geprägt von Parodien, die in der Atmosphäre des Vergnügens in sogenannten „Workshops“ entstanden. Diese fanden in Mietwohnungen statt und wurden von einer Gruppe Jugendlicher aus unterschiedlichen sozialen Hintergründen mit der Absicht inszeniert, sich zu amüsieren: Es gab Spiele und eine Haltung, die Spott zum Ausdruck brachte.
Erfolge in den „Workshops“ und Satire
Frederic Solers theatralische Laufbahn feierte daher ihren ersten Erfolg in diesen „Workshops“, wo seine Freunde „schmutzige“ Stücke inszenierten. Dies waren komische Skizzen mit durchgehenden sexuellen und skatologischen Referenzen, etwa zur Gestalt des mittelalterlichen Königs Jakob I. Er schrieb auch Stücke, die eine satirische Haltung gegenüber dem patriotischen Enthusiasmus des Afrika-Krieges einnahmen.
Vom populären Humor zum renommierten Dramatiker
Der Erfolg, den er als Serafí Pitarra erzielte, gab ihm die Möglichkeit, sich der populären Literatur zu widmen. Nach seiner Karriere, die den Comic-Zeichnungen und Parodien gewidmet war, zielte Frederic Soler auf die Konsolidierung einer Karriere als renommierter Dramatiker ab, wobei er auch das romantische Drama beeinflusste. Er ignorierte das Theater und das Drama nicht, sondern erprobte Parodien auf romantische Konventionen, um oft all das auszudrücken, was zuvor Objekt des Spotts war.
Sittenkomödien und gesellschaftliche Vision
In den Sittenkomödien hörte er nicht auf, auf einer harmonischen Vision der katalanischen Gesellschaft zu bestehen, die glücklich ist und positiv endet.
Die Normalisierung des katalanischen Theaters
Frederic Soler ist ein Autor, der eng mit dem Theaterbetrieb identifiziert wird. Er hatte ein besonderes Interesse am Publikum und daran, dieses zu erfreuen. Seine Verdienste brachten die Menschen ins Theater und leiteten eine gewisse Normalisierung des katalanischen Theaters ein. Während es früher üblich war, Katalanisch nur für Komödien und Spanisch für ernste Theaterstücke zu verwenden, brach er mit dieser Vision und etablierte das Katalanische als ernstzunehmende Bühnensprache.