Friedensverträge 1919-1920 und die Weltwirtschaftskrise

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Frieden von Paris und der Vertrag von Versailles (1919-1920)

Die Pariser Friedensverträge umfassten alle Abkommen, die von den besiegten Ländern unterzeichnet wurden; dazu zählten auch die Verträge von Versailles. Die ideologische Grundlage des Friedensabkommens von Paris bildeten die 14 Punkte von Woodrow Wilson. Diese verfolgten drei Ziele: die Verhinderung eines erneuten Erstarkens Deutschlands, die Wahrung des Mächtegleichgewichts und die Isolierung Russlands.

Weitere Folgen des Krieges

Der Versailler Vertrag wurde von den Deutschen nicht als Friedensabkommen, sondern als Diktat empfunden, das sie akzeptieren mussten. Deutschland wollte diese Zumutung niemals hinnehmen, was den Wunsch nach Rache förderte, der später von entscheidender Bedeutung war. Basierend auf Wilsons 14 Punkten wurde der Völkerbund mit Sitz in Genf gegründet. Er sollte die wichtigsten Länder der Welt vereinen, um internationale Probleme friedlich zu lösen. Obwohl der Völkerbund die gravierenden Probleme seiner Zeit nicht beheben konnte, war er als erste Organisation dieser Art ein historischer Vorläufer der Vereinten Nationen.

Der Ursprung der Weltwirtschaftskrise von 1929

Die Hauptursachen der Krise von 1929 waren Überproduktion und Spekulation:

  • Überproduktion: Während des Ersten Weltkriegs hatten die beteiligten Länder ihre Wirtschaft auf Kriegsproduktion ausgerichtet. Nach dem Krieg kehrten die traditionellen Länder zu ihrer üblichen Produktion zurück, was zu einem Überschuss an Produkten führte.
  • Spekulation: Die US-Wirtschaft basierte weitgehend auf Immobilienspekulationen und der Börse. Banken hatten großzügig Kredite vergeben und ihre Bilanzen durch Manipulationen geschönt, um wirtschaftliche Vorteile vorzutäuschen.

Das investierte Kapital führte nicht zu einer Erhöhung der Zinssätze, was viele Unternehmen in den Ruin trieb. Nach Ausbruch der Krise kam es am Schwarzen Donnerstag zu einem massiven Verkauf von Aktien, was den Zusammenbruch der Unternehmenswerte und den Ruin der Investoren zur Folge hatte.

Folgen der Krise und Lösungsansätze

Die Krise führte zu einem starken Anstieg der Arbeitslosigkeit. Die Banken mussten ihre Kreditvergabe einschränken, die US-Importe gingen zurück und Kapital wurde aus dem Ausland abgezogen. Dadurch breitete sich die Krise auf Europa aus. Um die Krise zu beenden, startete US-Präsident Roosevelt das Programm "New Deal", das eine stärkere staatliche Intervention in die Wirtschaft vorsah. Der Staat investierte massiv in öffentliche Arbeiten und gewährte Subventionen für die Landwirtschaft.

Politische Konsequenzen

Arbeiter und Bauern begannen, kommunistische Parteien zu unterstützen, während der Mittelstand und das Bürgertum sich rechten Parteien zuwandten. In diesem Umfeld entstand eine neue Welle von Diktaturen, die schließlich zum Aufstieg nationalsozialistischer Regime unter der Führung von Hitler führte.

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