Die Funktionen und Herausforderungen politischer Parteien

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Institutionelle Funktionen politischer Parteien

1. Rekrutierung und Auswahl politischer Eliten

Parteien teilen sich die Rolle der Einstellung und Ausbildung mit Top-Bürokraten, Geschäftsleuten oder Intellektuellen. In einigen Ländern existiert ein System geschlossener Listen, in dem die Macht der Parteibürokratie sehr ausgeprägt ist. Wähler erhalten oft den Eindruck, sie hätten die Wahl, doch die Parteien wählen nicht unbedingt die Besten aus, sondern die Diszipliniertesten, die sich am stärksten mit der Parteideologie identifizieren und am wenigsten Kritik üben.

Wie Theoretiker der Eliten (Mosca, Pareto, Weber) feststellten, findet eine Bewegung der Eliten statt, die ein Phänomen der Kooptation zur Wahrung politischer Interessen erzeugt. Gemäß dem Eisernen Gesetz der Oligarchie entsteht innerhalb der Parteien eine Bürokratie, in der eine Tendenz zur Oligarchisierung besteht. Dies begünstigt Parteiprofis, die durch ihre Arbeit bezahlte Wahlen sichern.

2. Organisation und Durchführung von Wahlen

Politische Parteien sind heute die Akteure, die Wahlen organisieren. Wir wählen die Vertreter der Parteien durch den Wahlprozess, der vollständig auf der Parteistruktur basiert. Die Parteien arbeiten im Parlament durch Fraktionen.

3. Organisation und Arbeitsweise der Parlamente

Parteien verwalten die Arbeit des Parlaments. Daher spielen sie eine sehr wichtige Rolle. Der Präsident benötigt das Vertrauen und die Unterstützung des Parlaments. Er ist verantwortlich für die Ernennung seiner Minister, die oft die Führer der politischen Partei sind, die die Wahlen gewonnen hat.

  • Vorteil: Ein Abgeordneter, der gleichzeitig Minister ist, besitzt Stimmrecht.
  • Nachteil: Wenn der Minister kein Abgeordneter ist, besitzt er kein Stimmrecht.

Sowohl Minister als auch Abgeordnete werden durch den Präsidenten der Regierung ernannt.

4. Organisation und Funktionieren der Regierung

Die Partei ist in unterschiedlichem Maße für diese Aufgaben verantwortlich, je nachdem, ob sie in der Regierung oder in der Opposition ist und in welchem Kontext sie agiert.

Herausforderungen und Kritik am Parteiensystem

In monokratischen oder diktatorischen Systemen dient die Partei vor allem der Legitimierung staatlicher Machtentscheidungen, denen die Bürgerschaft unterworfen ist. In liberal-demokratischen Staaten kombinieren Parteien ihre Aufgaben ausgewogener. Sie besetzen den politischen Raum so stark, dass der Staat zeitweise als Parteienstaat bezeichnet wurde.

Gibt es Alternativen zu Parteien? Parteien stehen seit jeher in der Kritik aller ideologischen Lager. Dies erklärt den Verlust an Mitgliedern und das schwindende Vertrauen der Öffentlichkeit gegenüber diesen kollektiven Akteuren zugunsten von Interessengruppen, NGOs und Medien.

Die Forderung nach einer Abschaffung der Parteien führt oft zur Entstehung einer einzigen Partei, die deren schlimmste Fehler kapselt, ohne sie beheben zu können. Zudem führt eine übermäßige Präsenz der Parteien zu einer schwierigen Kommunikation zwischen Gesellschaft und Staat. Dennoch müssen Parteien ihre internen negativen Aspekte reformieren, indem sie durchlässiger für gesellschaftliche und generationelle Veränderungen werden. Letztlich können Parteien nicht beseitigt werden, da das politische System die Präsenz von Vermittlern zwischen Gesellschaft und Institutionen erfordert.

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