Funktionsweise von Auge, Ohr und Gleichgewichtssinn

Eingeordnet in Physik

Geschrieben am in mit einer Größe von 2,59 KB

Funktion des Auges

Licht regt die Stäbchen und Zapfen in der Netzhaut des Auges an. Wenn das Licht unzureichend ist oder die Zellen nicht stimuliert werden, kann das Sehvermögen beeinträchtigt sein. Die Pupillen regulieren den Lichteinfall. Der Fokus der Bilder wird durch die Linse erzeugt, die sich wölbt oder streckt. Das Bild wird auf der Netzhaut gedreht, und das Gehirn ist für die korrekte Auslegung verantwortlich. Das Sehen ist stereoskopisch, das heißt, wir nehmen die Welt in drei Dimensionen wahr, da das Gehirn zwei Bilder der beiden Augen zu einem Gesamtbild interpretiert.

Anatomie des Ohrs

Außenohr

Besteht aus der Ohrmuschel, dem Gehörgang, dem Trommelfell und den Zeruminaldrüsen.

Mittelohr

Umfasst das ovale Fenster, das runde Fenster und die Gehörknöchelchenkette: Hammer, Amboss und Steigbügel.

Innenohr

Besteht aus dem häutigen und knöchernen Labyrinth, der Perilymphe und Endolymphe, der Schnecke (Cochlea) sowie den vestibulären Bogengängen, Sacculus und Utriculus.

Schwindel

Ein unangenehmes Gefühl der Instabilität und der scheinbaren Bewegung der umliegenden Objekte.

Der Hörvorgang

Schallwellen entstehen durch Schwingungen von Molekülen oder Objekten. Diese Wellen erreichen das Trommelfell und bringen es zum Vibrieren. Die Schwingungen werden über die Gehörknöchelchenkette übertragen. Je größer die Intensität, desto stärker ist die Vibration. Der Steigbügel überträgt die Schwingungen auf das ovale Fenster, was die Perilymphe in der Schnecke in Bewegung versetzt und das Corti-Organ stimuliert. Dies erzeugt einen Nervenimpuls, der über den Hörnerv an das Gehirn geleitet und dort interpretiert wird.

Gleichgewichtssinn

Position des Körpers

Die Wahrnehmung der Körperposition erfolgt im Sacculus und Utriculus. Im Inneren befinden sich Sinneszellen, die mit Zilien ausgestattet und von einer gallertartigen Masse bedeckt sind. Durch die Veränderung der Kopfhaltung ändern die Partikel ihre Position und generieren Nervenimpulse, die über Nerven an das Kleinhirn weitergeleitet werden.

Bewegungserkennung

Dieser Prozess findet in den Bogengängen statt. Wenn wir den Kopf bewegen, bewegen sich die Ohren mit, während die Endolymphe aufgrund ihrer Trägheit kurzzeitig unbeweglich bleibt. Dadurch entsteht eine Relativbewegung zwischen der Flüssigkeit und den Sinneszellen im vestibulären System. Diese Zellen besitzen Wimpern, deren Biegung einen Strom erzeugt, der als Nervenimpuls an das Kleinhirn übertragen wird.

Verwandte Einträge: