Gaius Iulius Caesar und Marcus Tullius Cicero

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Gaius Iulius Caesar: Feldherr und Staatsmann

Gaius Iulius Caesar wurde in die Familie der Iulii geboren, als ein Nachkomme des trojanischen Helden Iulus. Er begann seine politische Laufbahn in einem frühen Alter, bekleidete mehrere Magistraturen und wurde im Jahr 59 v. Chr. zum Konsul gewählt. Er war Teil des ersten Triumvirats der Römischen Republik, zusammen mit Crassus und Pompeius, und besiegte Letzteren schließlich in einem Bürgerkrieg. Nachdem er Pompeius besiegt hatte, ernannte sich Caesar im Jahr 45 v. Chr. zum Diktator. Im Jahr 44 v. Chr. starb er am selben Tag, an dem er zum Alleinherrscher ernannt werden sollte, durch ein Attentat.

Caesars literarisches Werk: Die Commentarii

Caesar kann nicht rein als Historiker betrachtet werden, da sein Werk mit der Absicht strukturiert ist, die wahren Sachverhalte, in die er verwickelt war, nicht nur offen darzulegen, sondern vielmehr seine Handlungen zu rechtfertigen und sich gegen die Kritik und Anschuldigungen seiner Zeitgenossen zu verteidigen. Das historische Werk von Caesar ist in einer Reihe von Schriften gesammelt, den sogenannten Commentarii, welche die Wechselfälle der Feldzüge in Gallien beschreiben. Der Kommentar ist von der Lebendigkeit der Erzählung geprägt, ohne umfangreiche Stellen, die mit einer Reinheit der Sprache – weder vulgär noch archaisch oder durch poetische Strukturen beeinträchtigt – verfasst wurden. Caesar schrieb die Kommentare auf Basis technischer Berichte von Soldaten, Berichten an den Senat und persönlichen Aufzeichnungen der Kampagnen. Es gibt Passagen, welche die Sitten der Völker, mit denen er in Berührung kam, sowie die Orte, an denen der Krieg stattfand, äußerst genau beschreiben.

Marcus Tullius Cicero: Der größte Redner Roms

Marcus Tullius Cicero war einer der wichtigsten lateinischen Redner. Die Rhetorik ist die Kunst, sich selbst gut auszudrücken und die Zuhörer zu überzeugen. Sie war für jeden essenziell, der sich einer politischen Karriere widmen wollte, und bildete das Hauptthema der höheren Bildung. Marco Tulio Cicero wurde 106 v. Chr. in Arpino (Latium) geboren. Im Jahre 63 v. Chr. wurde er Konsul, deckte die Verschwörung Catilinas gegen die Republik auf und ließ die großen Verschwörer hinrichten. Im Jahre 48 v. Chr. zog er sich aus dem politischen Leben zurück und wurde 43 v. Chr. in seiner Villa ermordet.

Berühmte Reden und politische Schriften

Seine Reden gehören zu den bedeutendsten Werken der Weltliteratur. Unter ihnen befinden sich:

  • Pro Archia Poeta: Juristische Verteidigung des Dichters Archias, dem die Staatsbürgerschaft aberkannt worden war.
  • Pro Milone: Verteidigung von Milo, der des Mordes an Clodius beschuldigt wurde.
  • Verrinen: Reden gegen Verres, dem vorgeworfen wurde, sein Amt missbraucht und die Insel Sizilien geplündert zu haben.
  • Philippische Reden: 14 politische Reden, in denen Cicero Marcus Antonius angriff.
  • Catilinarien: Die wohl bekanntesten Werke Ciceros sind die Reden gegen Catilina bezüglich der Verschwörung gegen die römische Republik.

Theorie der Rhetorik und Staatsphilosophie

Cicero schrieb drei Bücher über den Redner, in denen er die Qualitäten darlegt, die ein guter Redner besitzen muss. Er führt aus, dass jede Rede in folgende Teile gegliedert sein sollte:

  1. Einleitung (Exordium): Einführung in das Thema, wobei der Sprecher versucht, die Sympathie des Publikums zu gewinnen.
  2. Darlegung (Narratio): Erklärung des Sachverhalts.
  3. Beweisführung (Argumentatio): Der Redner liefert Argumente zur Rechtfertigung der eigenen Position oder greift die Gegenseite an.
  4. Schlussfolgerung (Conclusio): Zusammenfassung der Argumente und Appell an die Richter.

In Bezug auf die politische Thematik sind die Werke De Re Publica, welches die beste Regierungsform beschreibt, sowie De Legibus über die praktische Anwendung von Theorien bemerkenswert. Zudem verfasste er Abhandlungen über die Pflichten (De Officiis), das Alter und die Freundschaft.

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