Galicische Literatur: Otero Pedrayo und Castelao
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Otero Pedrayo: Schlüsselfigur des galicischen Nationalismus
Otero Pedrayo (OP) war eine Schlüsselfigur in der kulturellen Verwertung und Artikulation des Nationalismus im 20. Jahrhundert. Seine Politik und Literatur konzentrierten sich auf den Katholizismus und die Tradition. Seine historisch-kulturalistischen Romane widmen sich der Auslegung westlicher Kulturmomente im Kontext Europas.
Die wichtigsten Werke von Otero Pedrayo
- Historische Romane: Die Wallfahrt der Avenida (1934) und Fra Verneri (1934).
- Ländliche Romane: Pantelis, home libre (1925), Die Meson der Wildnis (1936), Der Señorito Reboraina (1960), Die Maurotallo (1974) und Die Wege des Lebens (1928).
Die Wege des Lebens zeichnet sich durch die Verbindung von natürlicher Landschaft und der ländlichen Kulturlandschaft Galiciens aus. Das Werk besteht aus drei Teilen: „Der Vermieter“, „Maorazga“ und „Student“.
Psychologische Romane und Essays
Die psychologischen Romane thematisieren die inneren Konflikte der Protagonisten am Ende des 19. Jahrhunderts:
- Im Nebel (1927)
- Nicht parallele Leben (1930)
- Spearman ist mehr über ihn (1930)
Diese Werke folgen internen Maßnahmen in zufälliger Reihenfolge. Der Protagonist ist oft ein edler Geist, der nach einer Reise zu einer europäischen Universität die verborgene Realität seines Landes entdeckt. Zu seinen bedeutenden Essays zählt der Historische Essay über die portugiesische Kultur (1939).
Castelao: Klassiker des galicischen Nationalismus
Castelao gilt als Klassiker der galicischen Kultur und Geschichte des sozialen Galeguismo. Seine Arbeit spiegelt das Leben der Menschen mit einer tiefen Verbundenheit zum galicischen Volk wider.
Erzählende Werke
- Ein Glasauge (1922): Memoirs of a Skelett schildert die Ereignisse seines Lebens und verspottet Politiker, die Galicisch sprechen, sowie gesellschaftliche Missstände.
- Dinge... (1934): Eine Sammlung von 45 kurzen Texten, begleitet von Illustrationen, die die Psychologie und Philosophie des galicischen Volkes einfangen.
- Retrincos (1934): Fünf Geschichten, die Erfahrungen des Autors verarbeiten, darunter „Das Geheimnis“, „Englisch“, „Wolfsbrust“, „Porträt“ und „Elisabeth“.
- Zwei Mal (1934): Eine parallele Biografie zweier Charaktere, die den Mythos der individuellen Freiheit hinterfragt.
Essayistische Produktion
In seinen Essays wie Tagebuch, Die Steinkreuze in Großbritannien, Portugal und Immer in Galicien entlarvt er sein nationalistisches Denken. Er belegt die Existenz Galiciens als eigenständige Nation durch die eigene Sprache, das Territorium, die Wirtschaft und die kulturelle Autonomie.