Geistliches Theater, Renaissance und Literaturgeschichte
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Geistliches Theater und die wichtigsten Zyklen
Im zyklischen Theater sind folgende Elemente am wichtigsten: die Passion des Herrn, die Mariä Himmelfahrt und die Prozession von Corpus Christi.
Das geistliche Spiel: Typen und Werke
- Weihnachtszyklus: Werke wie Die Hirten (Vertretung Jesu durch die Hirten der Sibylle) und Cant (Erinnerung auf der Ranch).
- Oster-Serie: Werke wie Les Passions (Gefangennahme, Passion, Tod und Auferstehung Christi).
- Zyklus der Mariä Himmelfahrt: Werke wie das Mysterium von Elche.
- Die Prozession von Corpus Christi: Kunstformen wie Tanz sowie Hors d'oeuvres (Zwischenspiele) über biblische Themen oder als Schlösser Rocks (Roques).
Das Mysterium von Elche (15. Jahrhundert)
Die Dramatisierung des Todes und der Himmelfahrt der Jungfrau Maria in den Himmel umfasst zwei Veranstaltungen:
- Am Morgen: Es beginnt, wenn der Engel Maria verkündet, dass sie zur Königin der Engel gekrönt wird.
- Die Festa (La Festa): Darstellung der Konfrontation zwischen den Aposteln und einer Gruppe von Juden um den Körper Marias.
Der Schauplatz ist die Pfarrkirche Santa Maria (Esglesia de Santa Maria).
Renaissance (15.–16. Jahrhundert)
Eine Epoche kultureller Erneuerung in Europa, in der der Mensch (Humanismus) und nicht mehr Gott als das Zentrum des Universums betrachtet wird.
Merkmale der Renaissance
- Bewertung des Menschen als zentrales Wesen des Universums.
- Das Referenzmodell ist die klassische Antike.
- Die Suche nach Gleichgewicht und Harmonie.
- Volkssprachen werden als vollwertige Träger des Ausdrucks anerkannt.
- Fokus auf die Kenntnis griechischer und lateinischer Autoren.
Die Dekadenz (16. bis 18. Jahrhundert)
Während dieser Zeit nahmen Menge und Qualität der Literatur über einen Zeitraum von drei Jahrhunderten (16., 17. und 18. Jahrhundert) ab.
Ursachen der Dekadenz
- Kastellanisierung (Castellanització) des Hofes.
- Die Faszination der Humanisten für das Lateinische.
- Das wachsende Prestige der spanischen Literatur.
Höfisches Theater (16. Jahrhundert)
Das Drama spiegelt den Prozess der Spanisierung des Hofes wider. Die Werke sind oft zweisprachig.
Autoren:
- Joan Ferrandis d'Heredia: La Vesita (Werk).
- Lluís del Milà: El Cortesano (Werk).
Merkmale der Poesie
- Fortsetzung der mittelalterlichen Tradition und satirischer Strömungen.
- Imitation von Poesie mit populärem und traditionellem Charakter.
- Bemühungen um einen Anschluss an europäische Trends.
Autor: Joan Timoneda – Bekannt für populäre Bücher wie Flor d'enamorats (Blumen der Liebenden), bestehend aus 54 Stücken in valencianischer Sprache (Sprichwörter, Refrays und Redewendungen).