Die Generation von 1927: Gerardo Diego, Cernuda und Lorca
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Gerardo Diego
Gerardo Diego zeichnet sich durch eine große thematische und formale Vielfalt aus:
- 1. Bühne, traditionelle Poesie: Beeinflusst durch Bécquer, Juan Ramón Jiménez und die Moderne.
- 2. Stufe, absolute Poesie: Avantgarde, Beseitigung der Anekdote und Schaffung einer neuen poetischen Wirklichkeit.
Luis Cernuda
Luis Cernuda wurde in Sevilla geboren, wo er seine Kindheit und Jugend verbrachte. Er studierte Jura und zog 1928 nach Madrid, wo er mit der Literatur und dem politischen Bewusstsein linker Positionen in Kontakt kam. Nach dem Bürgerkrieg lebte er im Exil als Lehrer in England. Sein Gesamtwerk fasste er unter dem Titel La realidad y el deseo (Wirklichkeit und Wunsch) zusammen.
Themen und Stil
Sein Werk ist Ausdruck des Konflikts zwischen seinem Wunsch nach Freiheit und seiner homosexuellen Identität, was oft zu Pessimismus führt. Zentrale Themen sind:
- Widerspruch: Der Konflikt zwischen Realität und Wunsch.
- Liebe: Ein Gefühl von Freiheit und Rebellion gegen soziale Normen.
- Einsamkeit: Nur die Liebe kann die Einsamkeit überwinden.
- Zeit: Die ständige Suche des Dichters nach dem Augenblick.
- Natur: Das Streben nach Glück, Schönheit und Vollkommenheit.
Cernuda nutzt oft lange Zeilen und verzichtet auf den Reim. Sein Werk unterteilt sich in zwei Phasen: die erste Phase der Stilsuche (z. B. Égloga, elegía, oda) und die Phase des Exils, in der er Einflüsse deutscher Romantiker und Bécquers verbindet (z. B. Donde habite el olvido).
Federico García Lorca
Lorca ist eine Schlüsselfigur der Generation von 1927 und des kulturellen Lebens seiner Zeit.
Biografie
Geboren in Fuentevaqueros (Granada), prägten ihn die ländliche Welt und die Natur. Er lebte in der Residencia de Estudiantes in Madrid, reiste als Stipendiat nach New York und gründete die Theatergruppe La Barraca. Er wurde 1936 erschossen.
Themen und Stil
Sein Werk vereint kultivierte und volkstümliche Elemente. Zentrale Themen sind das tragische Schicksal, die Unfähigkeit zur Erfüllung, die Kindheit als Unschuld sowie soziale und moralische Kritik. Sein Stil zeichnet sich durch eindrucksvolle Worte, Musikalität und die Verwendung klassischer poetischer Formen aus.
Wichtige Werke
- Zigeunerromanzen (Romancero gitano): Idealisierte Zigeunerwelt, in der Liebe und Tod das tragische Schicksal des Menschen bestimmen. Die Guardia Civil steht für Unterdrückung.
- Dichter in New York: New York wird zum Symbol für technologische Entwicklung und Entmenschlichung. Das Werk thematisiert Einsamkeit, Leid und den Wunsch nach Solidarität durch surrealistische Metaphern und freien Vers.