Die Generation von 1927: Merkmale, Phasen und Dichter

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1. Funktionen der Generation von 1927

Die Autoren nutzen ihre Werke sowohl in der Tradition als auch in der Moderne:

  • Vererbte Formen: Themen der populären Lyrik (Balladen, Lieder) und kultivierte Einflüsse (Garcilaso de la Vega, Jorge Manrique, Góngora etc.).
  • Annahme der Moderne: Auflösung von Strophen, Einsatz von Pausen und Wiederholungen, Verwendung parallelistischer Strukturen.
  • Metrik: Neue metrische Formen wie freie Verse.

2. Stadien der Generation

1. Stufe: Bis 1927

  • Präsenz von Bécquer-Einflüssen und Postmoderne.
  • Einfluss der Avantgarde (Ultraismus, Kreationismus).
  • Juan Ramón Jiménez führt zur „reinen Poesie“ und verstärkten Metaphorik.
  • Einfluss volkstümlicher Texte und formale Perfektion (Begeisterung für Góngora).

2. Stufe: 1927 bis zum Bürgerkrieg

  • Prozess der „Entmenschlichung“.
  • Entstehung des Surrealismus; Themen wie Liebe, Enttäuschung und existenzielle Fragen.
  • Soziale und politische Probleme rücken zugunsten der Republik in den Fokus.

3. Stufe: Nach dem Krieg

  • Nach dem Tod von Lorca und dem Exil (u. a. Vicente Aleixandre, Dámaso Alonso, Gerardo Diego).
  • Exil: Lyrik über die Sehnsucht nach der verlorenen Heimat und Widerstand gegen die Sieger.
  • In Spanien: Gepeinigte Töne eines existenziellen Humanismus.

3. Zentrale Themen

  • Liebe: Verbindung von traditioneller und avantgardistischer Poesie; gibt dem Leben einen Sinn.
  • Tod und tragischer Sinn: Kampf gegen das Schicksal und die Vergänglichkeit.
  • Intime Anliegen: Konflikt zwischen Wünschen und Wirklichkeit, Unsicherheit über das Schicksal und Angst vor dem Dasein.
  • Soziale Anliegen: Reflexion über den Bürgerkrieg und den Zweiten Weltkrieg, Ungerechtigkeit, Zerstörung und gesellschaftliches Elend.

Wichtige Dichter der Generation von 1927

  • Pedro Salinas (1891–1951): Avantgarde, Liebeslyrik und Exilpoesie.
  • Jorge Guillén (1893–1984): Cántico (Begeisterung), Clamor (Protest), Homenaje (Tribute an Seneca, Góngora).
  • Gerardo Diego (1896–1987): Traditionelle Poesie und Avantgarde (Kreationismus).
  • Vicente Aleixandre (1898–1984): Surrealismus, Kommunikation mit den Menschen und mit sich selbst.
  • Federico García Lorca (1898–1936): Fokus auf das tragische Schicksal. 1. Phase: Traditionelle Volksdichtung (andalusische Folklore, Zigeunerwelt). 2. Phase (1928–1936): Poeta en Nueva York (Surrealismus, negative Sicht auf die moderne Stadt).
  • Luis Cernuda (1902–1963): Surrealistische Poesie, Lyrik des Exils und intime Lyrik.
  • Rafael Alberti (1902–1999): Kunsttradition, gelehrte Poesie und Exilpoesie.

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