Die Generation Nós: Wegbereiter der galicischen Literatur

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Die Generation Nós

Castelao, Risco und Otero Pedrayo gelten als die Begründer der zeitgenössischen galicischen Erzählung.

Vicente Risco

Risco übt in seinen Werken Kritik an der Gesellschaft seiner Zeit und integriert okkulte Elemente, gepaart mit einer Portion Humor.

Otero Pedrayo

Als intellektueller Gelehrter und Historiker rekonstruiert Pedrayo die Geschichte in entscheidenden Momenten. In seinem Werk Die Wallfahrt des Gelmírez schildert er, wie Adel, Klerus und Bauern zum Verschwinden des alten Regimes führen.

Castelao

Castelao zeichnet sich durch eine große formale Perfektion aus. Er macht den Leser auf soziale und wirtschaftliche Ungerechtigkeiten aufmerksam. Zu seinen bedeutenden Werken zählen Memoiren eines Skeletts und Retrincos.

O Porco de Pé (Das stehende Schwein)

Dies gilt als der erste moderne galicische Roman. Es handelt sich um einen experimentellen, expressionistischen Roman. Der Expressionismus diente hier, wie oft in der deutschen Literatur, zwei Zwecken: der sozialen Kritik am Konflikt und der Bürokratie.

Risco analysiert die Zeit vom Ende des Ersten Weltkriegs bis zum Beginn der Diktatur von Primo de Rivera. Er kritisiert die neue kommerzielle Bourgeoisie, den Verzicht des Rittertums auf einheimische Werte sowie die Tragödie der ländlichen Bevölkerung, der es an Mitteln für den Lebensunterhalt mangelt.

Das Magazin Nós

Das Magazin wurde als monatlicher Newsletter der galicischen Kultur untertitelt. Literarischer Leiter war Risco, künstlerischer Leiter war Castelao. Es vereinte drei Generationen: die der Irmandades da Fala, die des Seminario de Estudos Galegos und jüngere Autoren. Die Vision war multidisziplinär und offen, mit dem Ziel, die galicische Sprache in der zeitgenössischen Welt zu etablieren.

Der Essay und die Ideologie

In Nós und The Misfits erklärt Risco seine Ausbildung und die wesentlichen Elemente seiner ideologischen Evolution. Er verbindet die Merkmale der Galeguidade mit Stilelementen der Jahrhundertwende. Für ihn sind die Menschen in Galicien dekadent und ähneln den Schriftstellern vor dem Ersten Weltkrieg: Wir hassen unsere Zeit, vermeiden die Kunst, sind unsozial, individualistisch und suchen das Exotische. Zu den wichtigen Werken zählen Mitteleuropa und der historische Essay über die Kultur Portugals.

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