Genetische Variationen und Chromosomenanomalien
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Grundlagen der genetischen Variation
- 1. Genetische Variationen: Diese beziehen sich auf die Unterschiede im genetischen Material einer Population oder Art. Dies schließt das Zellkern-Genom, das mitochondriale und das ribosomale Genom sowie die Genome anderer Organellen ein.
- 2. Phänotypische Variation: Hierbei handelt es sich um die sichtbaren Merkmale eines Organismus, d. h. die Summe aller beobachtbaren Eigenschaften eines Individuums. Sie sind das Ergebnis der Interaktion zwischen dem Erbgut und der Umwelt.
- 3. Genotypische Variation: Dies sind vererbbare Unterschiede eines Individuums, die im Erbgut verankert sind und während der gesamten Lebensdauer des Organismus unverändert bleiben.
- 4. Reaktionsnorm des Genotyps:
- Penetranz: Gibt in einer Bevölkerung den Anteil der Personen an, die bei einem bestimmten Genotyp den entsprechenden Phänotyp oder eine Krankheit tatsächlich ausprägen.
- Ausdruckskraft (Expressivität): Bezieht sich auf das Ausmaß, in dem ein Gen oder Genotyp phänotypisch ausgeprägt wird.
- 5. Kontinuierliche Variation: Wenn ein besonderes Merkmal des Phänotyps fließende Übergänge aufweist, werden die kleinen Unterschiede dazwischen als kontinuierlich bezeichnet.
- 6. Diskontinuierliche Variation: Eine Variation ist diskontinuierlich, wenn das Merkmal eindeutig und genetisch determiniert ausgeprägt wird; zudem verändert es sich im Laufe des Lebens nicht.
- 7. Mutationen: Mutationen sind Änderungen oder Veränderungen in der genetischen Information eines Lebewesens. Sie erzeugen eine Änderung der Eigenschaften, die an die Nachkommen vererbt werden kann.
- 9. Reverse Mutation: Ein Verfahren, das die Wirkung einer Mutation eines Gens umkehrt und somit den ursprünglichen Phänotyp wiederherstellt.
- 10. Chromosomenanomalien: Hierbei treten oft Änderungen oder Chromosomenaberrationen auf, welche die Anzahl oder die Struktur der Chromosomen beeinflussen.
- 11. Deletion (Streichung): Wenn ein Chromosom an einer oder mehreren Stellen bricht und ein Teil davon verloren geht, wird dieses fehlende Stück als Deletion bezeichnet.
- 12. Inversion: Eine strukturelle Veränderung, bei der ein Chromosomensegment innerhalb desselben Chromosoms die Richtung umkehrt.
- 13. Translokation: Die Verlagerung eines Segments von einem Chromosom an eine neue Position im Genom.