Geografie-Glossar: Hydrologie, Vegetation und Umwelt

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Hydrologie und Wasserwirtschaft

  • Fluss (River): Ein natürlicher Wasserstrom, der in ein Meer, einen anderen Fluss oder einen See mündet.
  • Abflussmenge (Full Flow): Die Wassermenge, die pro Sekunde einen bestimmten Punkt im Fluss passiert.
  • Niedrigwasser (Dürre): Ein Zeitraum, in dem ein Strom seinen niedrigsten Abfluss erreicht.
  • Hochwasser (Überschwemmungen): Der Zeitpunkt des maximalen Abflusses eines Stroms.
  • Sturzbach (Torrente): Ein ungestümer und gewalttätiger Wasserlauf, der meist nach starken Regenfällen entsteht.
  • Abflusskoeffizient: Das Verhältnis zwischen der Niederschlagsmenge und der tatsächlich abfließenden Wassermenge eines Flusses.
  • Flussregime (fluviatiles Regime): Die saisonalen Schwankungen der Wasserführung eines Flusses.
  • Einzugsgebiet: Das Land, dessen Wasser in einen Hauptfluss und seine Nebenflüsse abfließt.
  • Einzugsgebietsgruppe (Hangbecken): Eine Reihe von Wassereinzugsgebieten, die in dasselbe Meer münden.
  • Wasserbauwerke (Hydraulische Gebäude): Bauwerke, die dazu dienen, Wasserressourcen zu regulieren (Dämme, Kanäle und Überleitungen) oder die Wasserqualität zu verbessern (Wasseraufbereitungsanlagen und Kläranlagen).
  • See (Lake): Eine Ansammlung von Salz- oder Süßwasser in Senken, die eine gewisse Tiefe erreicht.
  • Lagune (Laguna): Eine Ansammlung von Salz- oder Süßwasser in Senken, die kleiner und flacher als ein See ist.
  • Feuchtgebiet (Wetland): Eine Fläche, die oft zeitweise von flachem Wasser bedeckt ist; aufgrund des niedrigen Wasserstandes kann das Land im Sommer austrocknen.
  • Aquifer (Grundwasserleiter): Ein unterirdischer Wasserspeicher, der entsteht, wenn Niederschlagswasser versickert, auf eine wasserundurchlässige Schicht trifft und sich dort anreichert.
  • Wasserhaushalt (Wasserbilanz): Das Verhältnis zwischen verfügbaren Wasserressourcen und dem tatsächlichen Konsum.
  • Talsperre (Presa): Ein Wasserbauwerk, das einen Fluss aufstaut, um Wasser für die städtische und industrielle Nutzung, Bewässerung, Stromerzeugung und den Hochwasserschutz zu speichern.
  • Wasserüberleitung (Gießen): Ein hydraulisches Projekt zur Übertragung von Wasser aus wasserreichen Einzugsgebieten in Gebiete mit Wasserdefizit.
  • Kläranlage (Depuradora): Ein Wasserbauwerk, dessen Zweck die Behandlung von Abwasser ist, um Kontaminationen zu vermeiden.
  • Trinkwasseraufbereitungsanlage (Wassermacher): Ein Projekt mit dem Ziel, Wasser für die Nutzung als Trinkwasser aufzubereiten.

Vegetation und Bodenkunde

  • Pflanzenformationen: Gruppen von Vegetation, die sich durch ihre äußere Erscheinung (Physiognomie) voneinander unterscheiden.
  • Pflanzenlandschaft: Die Gesamtheit der Pflanzenformationen und Pflanzengesellschaften in einem bestimmten Gebiet.
  • Aufforstung: Eine Reihe von Maßnahmen zur Regeneration des Waldes oder zur Neuanlage von Waldflächen in Gebieten, in denen Bäume zerstört wurden.
  • Heide (Landa): Dichte Strauchvegetation, typisch für ozeanisches Klima; sie kann als Degradationsform des Laubwaldes oder als supraforestale Vegetation auftreten.
  • Macchia: Dichter, fast undurchdringlicher Strauchbewuchs von über zwei Metern Höhe (z. B. Zistrose, Heidekraut, Mastix, Ginster). Typisch für das Mittelmeerklima.
  • Garrigue (Garriga): Niedrige Strauch- und Buschvegetation mit kahlen Stellen (z. B. Thymian, Rosmarin, Lavendel). Typisch für das Mittelmeerklima.
  • Steppe (Estepa): Knorriger, dorniger und niedriger Strauchbewuchs mit großen kahlen Bodenflächen (z. B. Zwergpalme, Thymian, Espartogras, Spargel). Typisch für semiaride Gebiete oder Sub-Wüsten im Mittelmeerklima.
  • Boden (Bodenschicht): Die oberste Schicht der Erdkruste. Sie besteht aus festen (Mineralien und Humus), flüssigen (Wasser) und gasförmigen Elementen (CO2).
  • Klimax (Climax): Die letzte Stufe der Entwicklung eines Ökosystems, in der ein Gleichgewicht mit der Umwelt ohne menschliche Eingriffe erreicht wird.

Umweltprobleme und Naturschutz

  • Primärschadstoffe: Schadstoffe, die direkt in die Atmosphäre abgegeben werden.
  • Sekundärschadstoffe: Schadstoffe, die durch chemische und photochemische Reaktionen (Sonnenlicht) aus Primärschadstoffen entstehen.
  • Saurer Regen (Acid regen): Niederschlag mit einem höheren Säuregrad als normal. Er verursacht Schäden an der Vegetation, am Boden, am Wasser und an Gebäuden.
  • Treibhauseffekt: Erwärmung durch die Emission von Gasen wie Methan und Kohlendioxid. Diese Gase lassen Sonnenstrahlung passieren, verhindern aber nach dem Auftreffen auf die Erde deren Entweichen in den Weltraum.
  • Bodenkontamination: Verunreinigung des Bodens durch industrielle und kommunale Abfälle sowie den übermäßigen Einsatz von chemischen Düngemitteln und Pestiziden in der Landwirtschaft, wodurch der Boden giftig werden kann.
  • Wüstenbildung (Desertifikation): Der Verlust von fruchtbarem Mutterboden.
  • Entwaldung (Abholzung): Die Zerstörung von Bäumen und der Pflanzendecke des Bodens.
  • Nationalparks: Schutzgebiete von bedeutender Größe, die aufgrund ihrer einzigartigen geologischen, hydrologischen, vegetativen und faunistischen Eigenschaften unter besonderem Schutz stehen.

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