Geografie und Klima Spaniens: Meseta und Gebirge
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Die Geografie Spaniens: Das Zentralplateau (Meseta)
Das Plateau (Meseta) ist das zentrale geografische Element Spaniens und umfasst 45 % der Landesfläche. Während der alpinen Gebirgsbildung wurde es in zwei Blöcke unterteilt: Das nördliche Sub-Plateau mit einer Höhe von 800–850 m und das südliche Sub-Plateau mit einer Höhe von 500–700 m, welches durch das Kastilische Scheidegebirge und die Berge von Toledo getrennt wird.
Bedeutende Gebirgszüge
- Galizisches Massiv und Leoner Berge: Diese umfassen etwa 200 Quadratmeilen und setzen sich aus dem Galizischen Massiv, der westlichen asturischen Sierra, den Montes de Toledo sowie der Sierra de la Cabrera und der Sierra de Segundera zusammen.
- Kantabrisches Gebirge: Es bildet eine markante lineare Kette an der Küste von Kantabrien. Im westlichen Teil (Asturisches Massiv) dominieren paläozoische Blöcke, während im östlichen Teil die Höhe abnimmt und sedimentäre Faltungen das Relief prägen.
- Iberisches Randgebirge (Sistema Ibérico): Es liegt im Nordosten und Osten des Plateaus. Es besteht aus herzynischem Grundgebirge und marinen Sedimentablagerungen.
- Sierra Morena: Sie bildet den südlichen Rand der Meseta und weist eine geringere Gebirgshöhe auf.
Gebirge außerhalb des Plateaus
- Pyrenäen: Eine Gebirgskette von 440 km Länge und 100 km Breite. Die axialen Zentralpyrenäen bestehen aus prä-herzynischem Material, während die Vorpyrenäen äußere und innere Längssenken bilden.
- Katalanisches Küstengebirge: Es ist durch Verwerfungen und vulkanische Böden geprägt und wird durch Längsvertiefungen unterteilt.
- Betische Kordillere: Diese entstand durch die Auffaltung von Sedimentmaterial in einem ehemaligen Meeresbecken.
Die Becken von Ebro und Guadalquivir
Das Ebro-Becken war ursprünglich ein Meeresarm, der sich schloss und durch Flussablagerungen auffüllte, wodurch auch das Ebro-Delta entstand. Die Guadalquivir-Senke liegt zwischen der Sierra Morena und der Betischen Kordillere. In den dortigen Sumpfgebieten bilden sich durch atlantische Winde markante Dünenlandschaften.
Das Klima in Spanien
Geografische Faktoren
- Breitengrad: Spanien liegt in der nördlichen gemäßigten Zone, was die Existenz von vier Jahreszeiten bedingt: Sommer, Winter sowie die Übergangszeiten Frühling und Herbst.
- Lage der Halbinsel: Sie befindet sich zwischen zwei Wassermassen mit unterschiedlichen thermischen Eigenschaften sowie zwischen zwei Kontinenten.
- Einfluss des Meeres: Aufgrund der Breite der Halbinsel ist die kühlende Wirkung des Meeres im Landesinneren reduziert.
- Relief: Die Anordnung der Gebirgssysteme dämmt den maritimen Einfluss ein. In den Becken von Duero und Ebro führt die stagnierende Luft häufig zu Nebel und geringen Niederschlägen.
Thermodynamische Faktoren
- Jetstream (Strahlstrom): Eine starke Windströmung in der Höhe, die von West nach Ost verläuft. Der Jetstream trennt Druckgebiete und ist für die Wetterentwicklung an der Oberfläche sowie für saisonale Verschiebungen verantwortlich.
- Oberflächenzirkulation: Diese wird durch Aktionszentren wie Hochdruckgebiete (Antizyklonen) und Tiefdruckgebiete (Zyklonen oder Stürme) bestimmt.
- Aktionszentren: Diese entstehen in Gebieten, die durch den Verlauf des Jetstreams in der Höhe beeinflusst werden.