Geografie Spaniens: Klima und territoriale Organisation
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Klimatologie: Niederschlag und Temperaturzonen
Niederschlag: Differenzierung zwischen trocken und nass: Wenn die Niederschlagsmenge weniger als 200 mm beträgt, gilt das Klima als trocken. In den Unterkategorien (semiarid) liegt der Bereich bei 200–800 mm, während Gebiete mit mehr als 800 mm als nass (humid) eingestuft werden.
Je weiter man sich vom Äquator entfernt, desto größer ist die thermische Amplitude. Im Allgemeinen kann man drei Arten von Klimazonen unterscheiden:
- Kalt: Durchschnittliche Temperatur unter 10 °C.
- Warm: Durchschnittliche Temperatur über 18 °C.
- Gemäßigt: Die Temperatur im wärmsten Monat beträgt im Schnitt ca. 18–20 °C; in den kältesten Monaten liegt die mittlere Temperatur bei etwa 10 °C.
Um das Klima eines Ortes zu bestimmen, nutzt man Klimastatistiken als Instrument. Diese registrieren die Temperatur in °C (Grad Celsius) und den Niederschlag in Millimetern pro Quadratmeter. Das Ergebnis ist ein kombiniertes Balken- und Liniendiagramm. Die Grafik zeigt die Temperatur als Linie und den Niederschlag als Balken. Durch dieses Diagramm können wir Folgendes bestimmen:
- Die Temperatur des kältesten und des wärmsten Monats.
- Die thermische Amplitude: Differenz zwischen der Temperatur des kältesten und des wärmsten Monats.
- Die Durchschnittstemperatur: Summe der monatlichen Temperaturen geteilt durch 12.
- Den monatlichen sowie den jährlichen Niederschlag (Summe aller Monate).
Aus der Analyse dieser Daten lässt sich der Klimatyp eines Ortes auf der Erde ableiten.
Geopolitik: Abgrenzung und Aufteilung Spaniens
Das spanische Staatsgebiet umfasst 505.990 km². Dazu gehören die Halbinsel, die Balearen, die Kanaren und die Besitzungen in Afrika. Die Pyrenäen trennen es vom restlichen Europa, während die Straße von Gibraltar Spanien nur 14 km vom afrikanischen Kontinent trennt. Dies macht den spanischen Staat zu einem Bindeglied zwischen Europa und Afrika. Ebenfalls Teil des Staatsgebiets sind der Luftraum und die sogenannten Hoheitsgewässer, die sich über eine Strecke von 12 Seemeilen vor den Küsten erstrecken. Spanien hat insgesamt 2.032 km Grenze mit fünf verschiedenen Staaten: Frankreich, Portugal, Andorra, Marokko und dem Vereinigten Königreich. Es gibt einige Besonderheiten und Grenzstreitigkeiten:
- An der Grenze zu Frankreich liegt die Exklave Llívia, ein Dorf, das zu Spanien gehört, obwohl es vollständig von französischem Staatsgebiet umgeben ist.
- Spanien grenzt an das britische Überseegebiet Gibraltar. Dieses fiel im Spanischen Erbfolgekrieg durch den Vertrag von Utrecht (1713) an die britische Krone.
- An der Grenze zu Portugal liegt die Gemeinde Olivenza. Portugal erkennt diese nicht als spanisches Hoheitsgebiet an, da es den Vertrag von Badajoz (1801) durch den Wiener Kongress (1815) als aufgehoben betrachtet.
- Die Grenze zum Königreich Marokko hat mehrere Berührungspunkte, am bekanntesten sind die Städte Ceuta und Melilla. Weitere Besitzungen sind der Fels von Vélez de la Gomera sowie die Inseln Alhucemas und die Chafarinas-Inseln. Marokko beansprucht diese Gebiete, doch Spanien betrachtet sie als integralen Bestandteil seines Hoheitsgebiets, der bereits vor der Gründung des heutigen Marokkos existierte.
Internationale Integration und Sicherheit
Seit dem Beitritt Spaniens zur Europäischen Gemeinschaft war eines der wichtigsten Ziele die Freizügigkeit der Bürger. Dies wurde primär durch den Schengen-Raum (seit 1995) umgesetzt. Parallel dazu erfolgt eine Überwachung der EU-Außengrenzen zur Bekämpfung illegaler Einwanderung, koordiniert durch die Agentur Frontex. Frontex erleichtert die Umsetzung der EU-Politik zur Grenzsicherheit und analysiert Risikosituationen. Auf militärischer Ebene ist Spanien Mitglied der NATO (North Atlantic Treaty Organization). Die NATO wurde nach dem Zweiten Weltkrieg als Verteidigungsbündnis gegründet. In Spanien sind fünf Militärbasen in die NATO-Struktur integriert.
Territoriale Organisation des spanischen Staates
Die aktuelle territoriale Organisation basiert auf der spanischen Verfassung von 1978, die drei Ebenen festlegt:
- Die Gemeinde (Municipio): Die grundlegende lokale Verwaltungseinheit. Laut INE (Nationales Institut für Statistik) gibt es in Spanien 8.111 Gemeinden. Die Verwaltung obliegt den Rathäusern (Ayuntamientos).
- Die Provinz: Ein Zusammenschluss von Gemeinden mit eigener Rechtspersönlichkeit. Sie dient als territoriale Ebene für staatliche Aufgaben wie Steuererhebung, Verkehrsorganisation, Bildung und Gesundheit.
- Die Autonome Gemeinschaft (Comunidad Autónoma): Diese Gliederung wurde 1978 eingeführt. Sie besteht aus benachbarten Provinzen mit gemeinsamen historischen, kulturellen und wirtschaftlichen Merkmalen. Spanien besteht aus 17 Autonomen Gemeinschaften und zwei autonomen Städten in Nordafrika. Jede Region hat ein Autonomiestatut, das ihre Kompetenzen und Selbstverwaltungskapazitäten festlegt. Eine Föderation zwischen verschiedenen Gemeinschaften ist ausdrücklich untersagt.