Geografie Spaniens: Landschaften, Tourismus und Urbanismus
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Landschaften der Mittelmeerküste
Die Mittelmeerküste ist geprägt durch ein Klima mit wenig Regen. Sie erstreckt sich über die Levante-Region sowie die Täler des Ebro und Guadalquivir. Der Wassermangel wird durch gezielte Bewässerung korrigiert. Diese Form der Landwirtschaft ist besonders in den Gärten von Valencia, Castellón, Alicante und Murcia verbreitet.
- Eigenschaften: Vorwiegend Kleinbauern und konzentrierter Lebensraum.
- Produkte mit hohem Ertrag: Mandeln, Gartenprodukte, insbesondere Zitrusfrüchte und Erdbeeren.
Ozeanische Landschaft
Diese Region im atlantischen Spanien zeichnet sich durch milde Temperaturen und mäßige Regenfälle aus.
- Landwirtschaft: Es überwiegen Kleinbetriebe; die landwirtschaftliche Tätigkeit konzentriert sich auf Berggebiete.
- Landschaftsbild: Unregelmäßige Aufteilung der Grundstücke, die oft durch Schlamm-Mauern begrenzt sind (Bocage-Landschaft).
- Lebensraum: Verstreute Besiedlung.
- Nutzung: Wiesen, Getreidefelder, Obstplantagen, Weinberge und eine bemerkenswerte forstwirtschaftliche Nutzung.
Landschaft der Kanarischen Inseln
Das Klima ist mild und subtropisch, was der Landwirtschaft ein großes Potenzial verleiht.
- Traditionelle Kulturen: Bananen, Zuckerrohr, Tomaten, Tabak, Blumen und Baumwolle.
- Technik: Einsatz sehr weit fortgeschrittener landwirtschaftlicher Techniken auf kleinen Grundstücken.
- Lebensraum: Die Besiedlung ist eher auf kleine Städte verteilt.
Sekundärer Sektor
Definition: Wirtschaftssektor, der die Industrie integriert. Dies umfasst industrielle Tätigkeiten, bei denen Rohstoffe zu verarbeiteten Produkten für den Konsum transformiert werden.
Bedeutung des Tourismus in Spanien
Der Tourismus ist seit den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts von großer Bedeutung für unser Land. Dies liegt an den günstigen Bedingungen, einer wettbewerbsfähigen Preisgestaltung sowie der verbesserten Infrastruktur.
Arten des Tourismus:
- Sonne und Strand: Ursprünglich konzentriert auf die andalusische Küste, die Ostküste und die Inseln.
- Heutige Diversifizierung:
- Wintersport und nautischer Tourismus.
- Landhäuser (Agrotourismus).
- Kulturtourismus.
- Daueraufenthalt für Rentner aus anderen Ländern der Europäischen Union.
Stadtgeografie: Altstadt und Ensanche
Die Altstadt (Casco Antiguo)
Während des 19. Jahrhunderts wuchsen die Städte durch Bevölkerungswachstum, Migration, Handel und die Diversifikation der Aktivitäten.
- Infrastruktur: Einführung von Wasserleitungen und Kanalisation zur Verbesserung der öffentlichen Gesundheit.
- Modernisierung: Das historische Zentrum wurde modernisiert. Wertvolle architektonische Gebäude wurden für öffentliche Zwecke, Bildungseinrichtungen oder Museen umgewidmet.
- Zwischen 1900 und 1939: Ein Wachstumsprozess im Stadtkern setzte ein. Innenhöfe wurden bebaut und Parks oft durch Wohnraum ersetzt.
- Zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts: Die historischen Zentren erlitten teilweise eine schwere Beeinträchtigung.
- Seit 1985: Einsetzender Prozess der Sanierung von Gebäuden.
Der Ensanche (Stadterweiterung)
Während des 19. Jahrhunderts kam es zur Zerstörung der alten Stadtmauern.
- Gestaltung: Breite Straßen, Rundplätze oder Boulevards prägen das Bild.
- Zielgruppe: Diese Viertel waren primär für den Mittelstand bestimmt.
- Transport: Erweiterung durch neue Transportmittel wie Bus und Straßenbahn.
- Planung: Oft im Schachbrettmuster angelegt.
- Zwischen 1900 und 1939: Design neuer Avenidas. Der Ensanche übernahm zunehmend wichtige wirtschaftliche und administrative Rollen.