Geografie und Umwelt: Wichtige Fachbegriffe erklärt
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Atmosphärische Phänomene
Antizyklon (Hochdruckgebiet)
Ein Antizyklon ist eine Zone hohen atmosphärischen Drucks, die von Isobaren umgeben ist. Der Druck nimmt von der Mitte aus ab. Auf Wetterkarten wird er mit einem „H“ markiert. Er entsteht, wenn eine Masse kalter, dichter Luft in einer gewissen Höhe absinkt, wodurch der Druck in diesem Bereich steigt.
Sturm (Tiefdruckgebiet)
Ein Sturm ist ein Gebiet mit niedrigem Luftdruck, umgeben von Isobaren mit zunehmendem Druck von der Mitte aus. Auf Wetterkarten wird er mit einem „T“ markiert. Ein Sturm entsteht, wenn eine Masse warmer oder feuchter Luft aufsteigt und ein Vakuum bzw. einen Bereich mit niedrigerem Druck erzeugt.
Klima und Hydrologie
Klima
Das Klima ist die durchschnittliche Menge meteorologischer Parameter, die das Wetter an einem bestimmten Ort auf der Erde über einen langen Zeitraum (20–30 Jahre) charakterisieren. Es variiert je nach geografischer Breite, Höhe und Kontinentalität.
Climograma (Klimadiagramm)
Grafische Darstellungen, in denen monatliche Mittelwerte (20–30 Jahre) von Temperatur und Niederschlag über 12 Monate hinweg dargestellt werden. Sie dienen dazu, das Klima einer Region einfach zu veranschaulichen.
Mediterranes Klima
Ein gemäßigtes, trockenes Klima, gekennzeichnet durch heiße, trockene Sommer und milde Winter. Niederschläge sind selten und treten meist im Frühjahr und Herbst auf. Die jährliche Durchschnittstemperatur liegt zwischen 16 und 18 °C.
Trockenheit
Eine Situation, in der die Verdunstung größer ist als der Niederschlag. Das Land verliert mehr Wasser an die Atmosphäre, als es empfängt.
Abfluss
Wasser, das nach Niederschlägen über die Oberfläche fließt, sobald der Boden gesättigt ist und kein Wasser mehr versickern kann. Der Oberflächenabfluss kann Flüsse schnell ansteigen lassen.
Flow (Abflussmenge)
Das Volumen des Wassers, das pro Zeiteinheit durch einen Querschnitt fließt (meist in m³/s). Die Strömung variiert je nach Niederschlag, Vegetation, Bodenbeschaffenheit und Neigung.
Naturgefahren
Continental Avenues (Überschwemmungen)
Ein natürliches Klimarisiko. Obwohl sie Teil der natürlichen Dynamik der Geosphäre sind, gehören sie zu den verheerendsten Naturgefahren. Ursachen sind Wirbelstürme, Schneeschmelze oder Hochwasser in Flüssen und Bächen.
Hochwasser in Flüssen
Natürliche Überflutungen von Überschwemmungsgebieten oder Wiesen, wenn das Wasser den Kanal verlässt. Diese Gebiete sind oft sehr fruchtbar und daher dicht besiedelt.
Reißende Fluten
Durch starke Regenfälle oder Schneeschmelze verursachte Sturzfluten in unregelmäßigen, steilen Kanälen oder Schluchten.
Geologie
Destruktive Plattengrenzen (Subduktionszonen)
Zonen, in denen zwei Platten konvergieren. Eine ozeanische Platte schiebt sich unter die andere, sinkt in den Mantel und schmilzt. Dies führt zu Tiefseegräben, Erdbeben und vulkanischen Phänomenen.
Transformstörungen
Grenzen, an denen Platten seitlich aneinander vorbeigleiten, ohne Lithosphäre zu erstellen oder zu zerstören. Hier entstehen meist nur Erdbeben (z. B. San-Andreas-Graben).
Umwelt und Nachhaltigkeit
Katastrophe
Ein Ereignis, das schwere Schäden, Verletzungen oder wirtschaftliche Verluste verursacht. Der Schweregrad hängt von der Gefährlichkeit des Ereignisses und der Anfälligkeit (Exposition) ab.
Extreme Konservatismus
Ein Entwicklungsmodell, das den Umweltschutz über die wirtschaftliche Entwicklung stellt. Es gilt als unrealistisch, da es die Armutsbekämpfung in Entwicklungsländern vernachlässigt.
Unkontrollierte Ausbeutung
Ein Modell, das wirtschaftliches Wachstum über den Umweltschutz stellt, basierend auf der Annahme unbegrenzter Ressourcen und technischer Problemlösungen.
Versteckte Kosten (Negative externe Effekte)
Negative Umweltauswirkungen wirtschaftlicher Aktivitäten, die nicht im Preis der Waren enthalten sind (z. B. Atemwegserkrankungen durch Luftverschmutzung).
Ökologische Krise
Der Abbau der Umwelt auf globaler Ebene durch Überbevölkerung, Ressourcenraubbau und Umweltverschmutzung, die die Regenerationsfähigkeit der Natur übersteigen.
Nachhaltige Entwicklung
Aktivitäten, die menschliche Bedürfnisse befriedigen, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden. Ressourcen werden unterhalb ihrer Regenerationsrate genutzt.
UVP (Umweltverträglichkeitsprüfung)
Ein Prozess zur Ermittlung und Prognose der Umweltauswirkungen eines Projekts, um präventive Korrekturmaßnahmen zu ergreifen.
Stratosphäre
Atmosphärenschicht zwischen Tropopause und Stratopause. Die Temperatur steigt hier durch die Absorption von UV-Strahlung in der Ozonschicht.
Belichtung (Exposition)
Ein Risikofaktor, der den Wert (Bevölkerung, Arten) beschreibt, der einer Gefahr ausgesetzt ist.