Geologische Prozesse: Winderosion und Küstenformen
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Für die Winderosion müssen drei Faktoren zusammenkommen: viel loses Material, wenig Vegetation und eine niedrige Luftfeuchtigkeit.
Formen der Winderosion
- Deflation: Der Wind weht loses Material kleiner und mittlerer Größe fort und transportiert es an andere Orte.
- Windabrasion (Windschliff): Der Wind transportiert durch Deflation viel Material, welches die Gesteinsoberflächen erodiert und poliert.
Erosionsmethoden und -formen
- Alveolen: Winzige Löcher, die im Gestein entstehen.
- Pilzfelsen (Fungiforme Felsen): Äolischer Abrieb kann isolierte Felsmassen pilzförmig gestalten. Da die meisten Sandkörner nahe am Boden bewegt werden, werden tief liegende Bereiche der Felsen stärker ausgehöhlt als die oberen Abschnitte.
- Wüstenpflaster (Floor Wüste): Der Großteil der Wüstenoberfläche ist von einem Teppich aus grobem Gestein bedeckt. Sie sind das Ergebnis der Deflation, die das feine und mittlere Material abgetragen hat, während das schwere Gestein zurückblieb.
Formen der Sedimentation
- Dünen: Sandablagerungen, die vom Wind transportiert und angehäuft wurden.
- Löss: Ablagerungen von feinkörnigem Material, das vom Wind über weite Strecken transportiert wurde.
Küstenmorphologie (Litorale Gestaltung)
Die Meeresgewässer sind drei verschiedenen Bewegungsarten ausgesetzt: Wellen, Strömungen und Gezeiten.
Formen der Küstenerosion (Kliffküsten)
- Kliff (Steilküste): Gekennzeichnet durch die Steilstufe, die das Meer vom Festland trennt.
- Abrasionsplattform (Schorre): Eine horizontale Plattform am Fuße des Kliffs.
- Buchten und Vorgebirge: Das Vorhandensein von widerstandsfähigem Gestein begünstigt die Bildung einer zerklüfteten Küste, bei der sich vorspringende Felsen mit kleinen Buchten abwechseln.
- Küsteninseln: Reste ehemaliger Landzungen, die die Verbindung zum Festland verloren haben.
- Natürliche Bögen (Natural Arches): Durchbruchstäler oder Hohlräume in Landzungen direkt am Kliff, die durch unterschiedliche Erosionsgeschwindigkeiten entstehen.
- Rasas: Terrassen, die sich oberhalb einer Klippe befinden.
Formen der Küstensedimentation
- Strände: Küstenablagerungen aus Sand oder Kies, die wie andere Formen der Küstensedimentation teilweise unter Wasser liegen.
- Deltas: Ablagerungen an der Mündung eines Flusses.
- Barriereinseln / Sandbänke (Scanner): Langgestreckte sandige Inseln, die parallel zur Küste verlaufen.
- Nehrungen / Haken (Arrows): Sandbänke, die an einem Ende mit die Küste verbunden sind.
- Tombolos (Tombola): Ablagerungen, die eine Insel mit dem Festland verbinden.
- Albuferas (Lagunen): Küstennahe Gewässer, die teilweise oder vollständig durch eine Nehrung vom Meer getrennt sind.
Geologische Strukturen und Reliefs
Schema der Schichtung
- Strukturelle Hochebene (Plain structural): Entsteht an Orten mit horizontaler Schichtung. Harte Gesteine schützen die darunter liegenden weicheren Schichten. Wo die Erosion jedoch die harte Schicht durchbricht, wird das weiche Gestein schnell erodiert.
- Schichtstufenlandschaft (Relief auf Kosten / Cuesta): Entsteht in Gebieten mit sanft geneigter Schichtung. Sie zeigt eine asymmetrische Anordnung mit sanften Hängen auf den harten Gesteinsschichten und steilen Abstürzen bei den weichen Schichten.
- Härtlinge / Grate (Peaks): Bei vertikaler Schichtung bilden harte Gesteinsschichten durch selektive Erosion markante Erhebungen.
Falten und Brüche
Falten in Form eines "A" werden als Antiform (Sattel) bezeichnet, während U-förmige Falten Synform (Mulde) heißen.
Brüche (Frakturen): Schwächezonen im Gestein, die das Eindringen von Wasser begünstigen und so die Verwitterung beschleunigen.
Der Erosionszyklus nach William Morris Davis
- Jugendstadium (Juventud): Das Relief ist sehr steil, die Erosion ist sehr intensiv und Flüsse bilden tiefe Täler.
- Reifestadium (Maturity): Das Relief ist ausgeglichener, die Erosion ist weniger intensiv, die Berge sind abgerundet und die Täler weiten sich.
- Senilität / Greisenalter (Senilidad): Das Relief ist fast völlig flach (Fastebene/Peneplain) und die Erosion ist nahezu nicht mehr vorhanden.