Geometrische Gestaltung von Straßenquerschnitten
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Der Straßenquerschnitt
Der Querschnitt einer Straße oder eines Pfades beschreibt deren geometrische Eigenschaften in einer Ebene senkrecht zur Straßenoberfläche und Achse. Dieser Querschnitt variiert von Punkt zu Punkt, da er eine Kombination verschiedener Bestandteile ist, deren Größen, Formen und Beziehungen von der jeweiligen Aufgabe und der Art der Strecke abhängen.
Plattform und ihre Bestandteile
Als Plattform wird die sichtbare Oberfläche eines Weges bezeichnet, die aus Fahrbahnen, Böschungen, dem Plattform-Überbreitenbereich (SAP) und gegebenenfalls Mittelstreifen besteht. Die Breite der Plattform ist die Summe der Breiten ihrer Bestandteile. Sonderfälle sind Straßen mit getrennten Fahrbahnen sowie unbefestigte Wege. Die Plattform enthält zudem Elemente wie Leitplanken, Schwellen, Beleuchtung oder Beschilderung.
Fahrbahn und Spuren
Ein Damm ist ein geometrisch definiertes Bauwerk, das den Fahrzeugverkehr sicher und komfortabel tragen soll. Die Fahrbahn besteht aus zwei oder mehr Spuren. Eine Spur nimmt eine Reihe von Fahrzeugen in einer Richtung auf. Bei Straßen mit Gegenverkehr dienen zwei Spuren dazu, dass Fahrzeuge in entgegengesetzter Richtung fahren oder langsamere Fahrzeuge überholen können. Straßen mit vier oder mehr Spuren und einer einheitlichen Plattform müssen einen Mittelstreifen aufweisen.
Breiten und Dimensionierung
Außer bei kommunalen Straßen mit einer Geschwindigkeit von ≤ 60 km/h beträgt die minimale Spurbreite 3,5 m. Die Auswahl des Querschnitts hängt von der Funktion des Projekts, der Art des Terrains und der Verkehrsanalyse ab, insbesondere der Vorhersage des täglichen Verkehrsaufkommens (DTV) und des stündlichen Entwurfsvolumens (HDV).
Zusatzspuren für langsamen Verkehr
Auf Straßen mit Gegenverkehr erfolgt die Erweiterung für langsamen Verkehr auf der rechten Seite, bei Einbahnstraßen auf der Seite der Mittellinie. Hilfsspuren für langsamen Verkehr sollten eine ausreichende Länge für den Ausfahrvorgang schwerer Fahrzeuge bieten. Ist dies nicht möglich, sollten Abschnitte von 500 m Länge zum Überholen dienen, gefolgt von einem 100 m langen Keil zur Wiedereinfädelung.
Änderungen der Fahrbahnbreite
Die Zu- und Abnahme der Spurenanzahl muss bei Vp ≤ 70 km/h auf 60 m und bei Vp ≥ 80 km/h auf 80 m Länge erfolgen. Rückgänge in der Spurenanzahl erfordern bei Vp ≤ 70 km/h 150 m und bei Vp ≥ 80 km/h 200 m Länge.
Kurvenüberbreitung und Entwässerung
In engen Kurven können Überbreitungen erforderlich sein. Zur Entwässerung dient auf geraden Strecken eine minimale Querneigung oder Wölbung (Pumpen), die von der Art der Oberfläche und der lokalen Niederschlagsintensität abhängt.
Bermen
Bermen sind die seitlichen Streifen der Fahrbahn. Sie schützen das Pflaster vor Erosion, ermöglichen gelegentliche Halte und erhöhen die psychologische Sicherheit. Sie sollten eine konstante Breite aufweisen und frei von Hindernissen sein.
Plattform-Überbreiten (SAP)
Die SAP dient als Sicherheitsabstand von mindestens 0,5 m zur Verdichtung der Tragschichten. Bei Installation von Leitplanken ist eine Mindestbreite von 0,8 m erforderlich, um den Ankerpfosten nicht in die Böschung zu setzen.
Mittelstreifen
Der Mittelstreifen trennt die Fahrbahnen. Ab einer Breite von 9 m kann auf Sicherheitsbarrieren verzichtet werden, sofern die Querneigung (1:5 oder 1:6) ein sicheres Befahren ermöglicht. Bei schmaleren Mittelstreifen (2–6 m) sind starre Barrieren erforderlich.
Zusatzeinrichtungen
- Bushaltestellen: Müssen außerhalb der Böschung liegen, wenn die Geschwindigkeit > 70 km/h beträgt.
- Notfall-Bremsbetten: Dienen der sicheren Anhaltung von Fahrzeugen bei Bremsversagen an langen Gefällestrecken.
- Radwege: Werden an Straßen mit Vp < 70 km/h bei hohem Verkehrsaufkommen (über 2 Personen/Minute) angelegt.