Geomorphologie: Erosion und Sedimentation erklärt
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Windmodellierung: Die gestaltende Kraft des Windes
Der Wind ist der wichtigste Gestalter der Landschaft in heißen Wüsten. An diesen Orten kann der Wind zwei wesentliche Erosionsprozesse auslösen:
- Deflation: Hierbei trägt der Wind Material und kleinere Partikel ab. Größere Gesteinsreste bleiben zurück, was zu einer felsigen Wüste führt, die als Reg bezeichnet wird.
- Windabrieb (Abrasion): Der mit Sand beladene Wind erzeugt eine Abschleifung (Lixadura) auf der Oberfläche von Felsen.
Transport und Sedimentation durch Wind
Der Wind transportiert große Mengen an feinem Material über enorme Distanzen. Feiner Sand und Staub können bis in die Troposphäre gelangen, wo sie über Wochen oder Monate verbleiben können. Es gibt verschiedene Arten der Wind-Sedimentation:
- Lössablagerungen: Diese Ansammlungen aus Wüsten werden durch den Wind transportiert und bedecken große Flächen in entlegenen Gebieten.
- Dünen: Dies sind Anhäufungen von Sand, die in Form eines Halbmondes auftreten können, eine Kammlinie aufweisen oder parallel zur Windrichtung verlaufen und gewundene Bergrücken bilden.
Küstenmodellierung: Formung durch Küstengewässer
An der Küste finden zwei wesentliche Erosionsprozesse statt:
- Kliff-Erosion: Die Wellen schlagen gegen die Unterseite der Felsen, was zum Einsturz der Klippe führt. Der Rückzug der Blöcke erzeugt eine Abrasionsplattform, die bei Ebbe (Niedrigwasser) teilweise freigelegt sein kann.
- Zerkleinerung und Waschen von Materialien: Blöcke und Steine werden zerkleinert und abgeschliffen.
Transport und Sedimentation an der Küste
Sand und Kies werden entlang der Küste durch Küstenströmungen in geschützte Bereiche transportiert, wo Sedimente entstehen:
- Strände: Anhäufungen von Sand oder Kies in Gebieten, in denen die Küstenlinie eine leichte Steigung aufweist.
- Tombolos und Nehrungen (Pfeile): Sandrücken, die senkrecht oder parallel zur Küste verlaufen. Diese neigen dazu, Küstenbereiche zu isolieren und kleine Lagunen oder Sümpfe zu bilden.
Gletscher: Formung durch Eismassen
Glaziale geologische Gebiete bestehen aus großen Eismassen, den Gletschern. Diese fließen langsam unter ihrem eigenen Gewicht. In Gebirgstälern bilden sich Gletscherzungen, die charakteristische erosive Formen erzeugen:
- U-förmige Täler: Diese Täler sind breit und tief mit einem abgerundeten Profil.
- Übertiefungsbereiche: Durch den Eisfluss erzeugte Konkavitäten. Nach dem Abschmelzen des Eises bilden sich darin Seen oder Teiche.
Transport und Sedimentation durch Gletscher
Gletscherablagerungen produzieren Tillite. Dies sind Ansammlungen von Gesteinsbruchstücken (Klasten), die durch Gletscher produziert wurden. Am häufigsten sind die Moränen, die direkt mit der Bewegung der Gletscherzungen verbunden sind.
Karstmodellierung: Chemische Verwitterung
Der geologische Akteur beim Karst ist das Oberflächen- und Grundwasser, welches die Fähigkeit besitzt, Gestein aufzulösen. Es entstehen verschiedene erosive Oberflächenformen:
- Auflösung: Regenwasser fließt über lösliches Gestein und erzeugt Rillen, die als Karren (oder Schratten) bezeichnet werden.
- Einsturz: Wenn das Dach einer unterirdischen Höhle einbricht, entstehen Vertiefungen, die Dolinen genannt werden.
Erosive Untergrundformen
Diese werden nach ihrer Form klassifiziert:
- Tunnel: Horizontale Gänge. Wenn sie sehr schmal sind, werden sie als Engstellen bezeichnet.
- Schächte (Furnas): Senkrechte Kanäle, die manchmal bis an die Oberfläche reichen.
- Grotten: Große Hohlräume von unregelmäßiger Form.
Sedimentärer Karst
Die Sedimentation erfolgt auf zwei Arten:
- Ansammlung von Entkalkungslehm: Wenn das Calciumcarbonat des Kalksteins gelöst wird, bleibt ein Rückstand aus Ton zurück, der sich in unterirdischen Hohlräumen ansammeln kann.
- Fällung löslicher Salze: Gelöstes Calciumcarbonat kann ausfällen und Kalktuff, Stalagmiten, Stalaktiten und andere Formationen bilden, die allgemein als Travertin bezeichnet werden.