Geomorphologische Strukturen und Reliefarten

Eingeordnet in Geologie

Geschrieben am in Deutsch mit einer Größe von 2,99 KB

Tektonische Disposition

  • Horizontales oder akline Relief: Bereiche mit horizontalen Sediment-Schichten aus abwechselnd hartem und weichem Material. Durch fluviale Erosion entstehen zwischen den Plattformen Täler; die harten Schichten bleiben als Plateaus oder Zeugenberge erhalten.
  • Monoklinales Relief: Sanft abfallende Sedimente mit abwechselnd hartem und weichem Material. Durch Erosion entstehen asymmetrische Hänge mit einer flachen Rückseite und einem steilen Abhang.
  • Bruchschollengebirge (Germanische Struktur): Entsteht durch tektonischen Druck, der die Verformungskapazität des Gesteins übersteigt, was zu gehobenen und abgesenkten Blöcken führt.
  • Faltungsrelief: Entsteht durch Kompression und Gebirgsbildung. Antiklinalen (Sättel) sind anfälliger für Erosion, während Synklinalen (Mulden) aus kompakterem Material bestehen.

Appalachisches Relief: Entsteht aus einem Faltungsrelief, das durch Erosion eingeebnet wurde.

Jurassisches Relief: Charakterisiert durch abwechselnde konvexe und konkave Falten. Wassererosion schafft Täler senkrecht zum Gipfel und parallel zum Tal.

Stressfaktoren und Gesteinsarten

Silikatische Gebiete

  • Bestehen aus altem primärem Material (Granit, Schiefer, Gneis, Quarzit). Sie finden sich im westlichen Teil der Halbinsel, im Zentralsystem und in den Montes de Toledo.
  • Hochgebirge: Frostverwitterung führt zur Bildung von Graten, gezackten Gipfeln und steilen Schutthalden.
  • Tieflagen: Verwitterung entlang senkrechter Klüfte führt zur Bildung von Gesteinsblöcken (Wollsackverwitterung).

Kalksteingebiete

  • Bestehen aus sekundären und tertiären Kalksedimenten.
  • Eigenschaften: Kalkstein ist ein hartes Gestein, das durch Klüfte und Fugen zerfällt, aber leicht durch Regenwasser gelöst wird (Karst).
  • Karstformen:
    • Lapiés (Karren): Durch Wasser geöffnete Furchen an Hängen oder rissige Oberflächen.
    • Schluchten: Tiefe, enge Täler, die von Flüssen in den Kalkstein geschnitten wurden.
    • Dolinen: Hohlräume, die entstehen, wenn Wasser stagniert und den Boden aushöhlt.
    • Höhlen: Entstehen durch Versickerung von Wasser im Kalkstein; oft mit Stalaktiten. Das Wasser kann durch Quellen an die Oberfläche zurückkehren.
    • Schlunde: Öffnungen, die die Oberfläche mit unterirdischen Kanälen verbinden.

Tongebiete

  • Durch Sedimentation entstanden, wenig resistent gegen Erosion.
  • Eigenschaften: Meist horizontales Relief, da sie nicht von starker Faltung betroffen sind. Flüsse bilden Täler, die das Gelände in hügelige Strukturen gliedern. Durch Wassererosion entstehen an Hängen oft tiefe, schmale Gräben.

Verwandte Einträge: