Geschichte des 20. Jahrhunderts: Ideologien und Revolutionen

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Nationalsozialistische Außenpolitik und Expansionismus

Thema 8: Außenpolitik. Das Ziel war es, die Grenzen nach außen zu erweitern. Dieser Expansionismus basierte auf zwei zentralen Erwartungen:

  • Pangermanismus: Das Ziel, alle deutschsprachigen Länder in einem Reich zu vereinigen.
  • Lebensraum-Theorie: Das vermeintliche Recht der „arischen Herrenrasse“, Gebiete im Osten zu erobern und „minderwertige Rassen“ zu unterwerfen.

Hitler hielt sich nicht an den Vertrag von Versailles. Sein Plan zur Wiederaufrüstung war ein Großprojekt, das die Einführung der Wehrpflicht beinhaltete. In den Jahren 1938–39 wurden das Sudetenland (Tschechoslowakei) und Österreich besetzt.

Wirtschaftspolitische Ziele im Nationalsozialismus

Ein wesentliches Ziel war das Ende der Arbeitslosigkeit. Durch populäre Bauprojekte und staatliche Aufträge wurden viele Arbeitsplätze geschaffen. Zudem wurde die Autarkie angestrebt, um bei Industrieprodukten unabhängig zu sein, wobei massiv in die Armee investiert wurde.

Die Russische Revolution

Ursachen der Revolution

  • Politisch: Es herrschte eine absolute Monarchie; das Parlament (Duma) hatte kaum Macht, den Zaren zu begrenzen.
  • Ökonomisch: Die Wirtschaft basierte auf Landwirtschaft, während die Industrialisierung gerade erst begann. Dies führte zu schlechten Lebensbedingungen.
  • Militärisch und Sozial: Die Bourgeoisie war erschöpft. Die Arbeiterschaft erhob sich gegen Ende der Zarenherrschaft. Der Erste Weltkrieg verschärfte die Lage, da die Bestimmungen des Zaren nicht mehr erfüllt werden konnten.

Zeitraum und Verlauf

Im Februar 1917 wurde die provisorische Regierung unter Kerenski gebildet. Im Oktober 1917 übernahmen die Bolschewiki unter Lenin die Macht. Den anschließenden Bürgerkrieg von 1918 bis 1921 gewannen die Bolschewiki.

Lenin und die Ausbreitung der Revolution

Lenins Politik beinhaltete den Austritt aus dem Krieg, die Kontrolle der Fabriken durch die Arbeiter, die Autonomie der Nationalitäten und den Aufbau der Sowjetmacht.

Stalin und die Konsolidierung der Revolution

Stalin etablierte eine Politik der persönlichen Diktatur. Seine Herrschaft war geprägt von großen Repressionen (Säuberungen) und der Einführung von Fünf-Jahres-Plänen zur wirtschaftlichen Steuerung.

Ideologische Grundlagen: Kapitalismus vs. Kommunismus

Der Kapitalismus

Der Kapitalismus verteidigt die Freiheit des Marktes, einschließlich der Unternehmensgründung und der freien Preisbildung. Die Beziehung zwischen Angebot und Nachfrage ist entscheidend; der Staat soll nicht in die Ökonomie eingreifen. Liberale Regime lösten ab 1789 die Monarchien in Europa ab, basierend auf den Werten Freiheit und Gleichheit. Kritiker führen jedoch an, dass der Kapitalismus eine ungerechte Gesellschaft erzeugt.

Der Kommunismus

Das kommunistische Regime in Russland löste 1917 die Monarchie ab. Der Kommunismus zielt darauf ab, soziale Unterschiede in einer freien Gesellschaft zu beseitigen. Dies soll durch eine klassenlose Gesellschaft ohne Privateigentum erreicht werden.

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