Geschichte der chinesischen Musik: Antike bis Moderne
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Musik im alten China: Neolithikum und Antike
Die chinesische Musikkultur hat ihren Ursprung im Neolithikum. Um 3200 v. Chr. war die Musik von großer Bedeutung und genoss hohes Ansehen. Aufgrund der Macht der Musik war die musikalische Bildung ein integraler Bestandteil der Erziehung.
Da die chinesische Musik auf die Welt, den Himmel, die Erde und die Geister einwirkt, wurde die Zahl 3 als Vertreter des Himmels und die 2 als Vertreter der Erde zweckgebunden eingesetzt. Es besteht eine Ähnlichkeit mit der Theorie der Sphären des Pythagoras sowie mit dem mittelalterlichen Konzept der Vollkommenheit (Nr. 3 = Dreifaltigkeit).
Im Jahr 3000 v. Chr. wird Ling Lun die Erfindung von Bambusrohren zugeschrieben, die eine Reihe von Quinten ergaben. Das erste Rohr (Huang-Chong) diente dazu, die Funktion der Tonhöhe festzulegen.
Die Shang-Dynastie (17. – 11. Jh. v. Chr.)
In der Shang-Dynastie gab es Feste zum Wechsel der Jahreszeiten, bei denen Männer und Frauen im Wechselgesang sangen, was Yang (männlich) und Yin (weiblich) symbolisierte. Die verwendeten Instrumente waren:
- Steinklangspiele (Rock Sound)
- Die kugelige Flöte
- Trommeln
- Glockentürme
Die Chou-Dynastie
In der Chou-Dynastie wurde Musik bei ländlichen Festen, in religiösen Ritualen und am Hofe verwendet. Es gab Jade-Stein-Glockenspiele, Glockenserien, Harfen und verschiedene Trommeln. Zudem wurde eine Skala von sieben Tönen festgelegt.
Blütezeit der Zivilisation (6. – 5. Jh. v. Chr.)
Im 6. Jahrhundert v. Chr. erreichte die chinesische Zivilisation ihren Höchststand; es war die Zeit der großen Philosophen. Im 5. Jahrhundert v. Chr. erfolgte die Konsolidierung der Theorie der chinesischen Musik. Die Hauptquelle hierfür ist das Buch „Lüshi Chunqiu“ von Lü Pu-wei.
Die Qin-Dynastie (Tsin)
Kaiser Qin Shihuangdi ordnete an, dass alle Bücher zerstört werden sollten. Unter Kaiser Wu Di wurde ein Kaiserreich gegründet und einige Musikarchive wurden wieder aufgebaut.
Einflüsse des Buddhismus (ab 61 n. Chr.)
Im Jahr 61 n. Chr. gelangte der Buddhismus nach China. Die Mönche brachten die chinesische Zither mit und führten ihre Lieder ein. Diese Musik zeichnet sich durch die Verwendung von Ornamenten (Gamakas) aus.
Einflüsse im 4. Jahrhundert n. Chr.
Im 4. Jahrhundert n. Chr. erhielt die Musik weitere Einflüsse; so wurden die persische Harfe, verschiedene Trommeln und Becken importiert.
Mittelalter und Moderne
Die Sui-Dynastie
In der Sui-Dynastie erwachte das Interesse an ausländischer Musik. Es wurden mehrere Ensembles aus verschiedenen Orten wie Kambodscha, Tibet und der Mongolei gegründet.
Die Tang-Dynastie
In der Tang-Dynastie war die Laute „Pipa“ weit verbreitet. In den „Höhlen der Tausend Buddhas“ findet sich die älteste musikalische Handschrift – eine Orchestersuite mit acht rituellen Sätzen und abwechslungsreichen Melodien.
Die Sung-Dynastie
In der Sung-Dynastie ähnelten die rituellen Melodien dem mittelalterlichen Choral mit instrumentaler Begleitung. Es gab etwa 500 Instrumente. In den konfuzianischen Melodien spielten Chor, Bläser und Glockenspiele zusammen. Die Hymne wurde auf der Grundlage von Noten gleicher Dauer und einer Note pro Silbe gesungen. Das Ergebnis war eine Musik mit strengem Zeitmaß.