Geschichte und Entwicklung der christlichen Kirche

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1. Heiliger Benedikt

Der heilige Benedikt wurde 480 in der kleinen Stadt Norcia, Italien, geboren. Er stammte aus einer adligen Familie mit bescheidenen und soliden Tugenden. Zunächst strebte er eine weltliche Karriere an, doch eines Tages zog er sich nach Subiaco zurück. Dort lebte er in einer schwer zugänglichen Höhle als Einsiedler, um Gott im Gebet zu suchen. Er traf einen Mönch namens Romanus, dem er sich anvertraute. Mit großem Eifer diente der junge Benedikt drei Jahre lang Gott. Sein Ruf der Heiligkeit und Weisheit verbreitete sich, und er gründete mehrere Klöster. Nachdem ein Priester 529 versucht hatte, ihn zu vergiften, suchte er Zuflucht auf dem Monte Cassino. Auf den Ruinen eines alten heidnischen Tempels errichtete er zwei Kapellen und einige Schreine. Nach und nach entstand dort ein großes Kloster, das den Grundstein für den Benediktinerorden legte. Um das Jahr 540 schrieb er seine berühmte Regel. Sein Motto lautete: „Bete und arbeite“. Er starb am 21. März 547. Zeugen zufolge waren seine letzten Worte: „Ich habe den großen Wunsch, in den Himmel zu kommen.“

2. Stilmerkmale christlicher Gemeinschaften

Die Kirche ist die „Präsenz des Geistes Jesu“ und das „Sakrament der Erlösung“. Die Kirche ist heilig.

3. Germanische Völker

Die germanischen Völker praktizierten ursprünglich heidnische Religionen, wurden aber allmählich Christen. Ihre Bekehrung erfolgte meist über den König, dessen Entscheidung von seinem Volk unterstützt wurde.

4. Heiliger Franz von Assisi

Franz von Assisi wurde 1182 geboren. Als junger Mann wollte er ein großer Mann werden und an den Kreuzzügen teilnehmen. Während des Krieges zwischen Assisi und Perugia wurde er gefangen genommen und schwer krank. In dieser Zeit erlebte er seine Berufung. Jesus lud ihn ein, seine Sorgen loszulassen. Er hörte den Ruf Gottes, seine Kirche wieder aufzubauen. Bald erkannte er, dass nicht das Gebäude aus Stein gemeint war, sondern die Menschen. Er gründete eine Gruppe, die sich der Verkündigung des Evangeliums und der Fürsorge für Arme und Kranke widmete. Das Evangelium, Brüderlichkeit und die Verfügbarkeit für andere charakterisieren ihre Lebensweise. Papst Innozenz III. billigte diese Lebensform. Krank und fast blind verfasste er das berühmte Sonnengesang. Er starb am 3. Oktober 1226 im Alter von 45 Jahren.

5. Ost-West-Spaltung

Osten

  • Trennung der lateinischen und griechischen Kirche aus politischen, kulturellen und religiösen Gründen.
  • Der Patriarch Michael Kerullarios kritisierte die lateinischen Klöster im Osten.
  • Papst Leo IX. und der Patriarch von Konstantinopel exkommunizierten sich gegenseitig.
  • Entstehung der orthodoxen Kirche.
  • Papst Paul VI. und Patriarch Athenagoras hoben die Exkommunikation später auf – ein erster Schritt zur Versöhnung.

Westen

  • Nach dem Tod von Papst Gregor XI. wurden zwei Päpste gewählt, was das Christentum spaltete.
  • Das Konzil von Pisa versuchte das Problem zu lösen, wählte aber einen dritten Papst.
  • Die Situation verschlechterte sich, bis das Konzil von Konstanz einen neuen Papst wählte und die anderen zurücktraten bzw. flohen.

6. Die Kirche heute

Die Kirche engagiert sich heute für die Armen durch Freiwillige, Missionare und religiöse Gesellschaften des apostolischen Lebens.

7. Heilige Teresa von Ávila

Ihr Lebensstil war von strenger Klausur geprägt. Sie lebte in Armut und widmete sich dem Gebet und einfacher Arbeit. Sie erlebte Gott durch Visionen und beschrieb ihre Ekstasen und Offenbarungen in ihren Schriften. Sie gilt zweifellos als eine der bedeutendsten Mystikerinnen der Kirchengeschichte.

8. Martin Luther

  • Einer der Protagonisten der religiösen und politischen Ereignisse des 16. Jahrhunderts.
  • Luther argumentierte: Jeder Mensch, nicht die Kirche, ist der einzige Interpret der Heiligen Schrift.
  • Allein der Glaube an Gott rettet, nicht gute Werke.
  • Der Kult der Heiligen, der Jungfrau Maria und der Ablasshandel sollten abgeschafft werden.
  • Es gibt nur zwei gültige Sakramente: die Taufe und die Eucharistie.
  • Die kirchliche Hierarchie hat keine göttliche Macht.

9. Katholische Reform und Gegenreformation

Dies ist die Phase der Erneuerung der katholischen Kirche im 16. und 17. Jahrhundert als Reaktion auf die Reformation.

10. Das Bild Gottes

Das vermittelte Bild Gottes ist das von Jesus: Ein Vater, der alle Menschen tief liebt und möchte, dass seine Kinder wie Geschwister zusammenleben.

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