Geschichte und Entwicklung der Filmmusik: Ein Überblick
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Die Anfänge der Filmmusik
Wie wurde die Musik zu Stummfilmen im Kino begleitet? Ausgewählte Musikstücke wurden je nach Situation (z. B. Liebe, Freude) eingesetzt. Der Pianist spielte die Musik passend zur Szene und fügte Soundeffekte hinzu.
Technische Herausforderungen der 30er Jahre
Die zwei größten technischen Probleme waren die Synchronisierung zwischen Bild und Musik sowie der Ausgleich der Lautstärke zwischen Musik und Dialogen.
Bedeutende Komponisten
- 40er Jahre: Steiner, Rózsa, Newman, Waxman.
- 50er Jahre: Bernard Herrmann, Alex North, Elmer Bernstein, Henry Mancini.
Entwicklungen ab den 60er Jahren
Was waren zwei wichtige Neuerungen in den 60er Jahren? Die Nutzung von Jazz und symphonischen Klangbildern des 20. Jahrhunderts sowie der unaufhaltsame Aufstieg der Popmusik.
Welche Revolution löste John Williams mit „Star Wars“ aus? Der Soundtrack verkaufte sich millionenfach, wodurch Plattenfirmen begannen, Soundtracks gezielt zu vermarkten.
Veränderungen in den 80er Jahren: Der Synthesizer wurde zu einem zentralen Werkzeug, um neue elektronische Klangwelten zu erschaffen.
Bedeutung in den 90er Jahren: Durch die Veröffentlichung von Soundtracks stieg das Interesse des Publikums an den Filmen, was die Plattenverkäufe steigerte.
Spanische Komponisten und Musical-Klassiker
Spanische Komponisten: José Nieto, Bernardo Bonezzi, Bingen Mendizábal, Alberto Iglesias.
Bekannte Musicals: The Broadway Melody, Ein Amerikaner in Paris, Singen im Regen, Chicago, Mamma Mia!, Die andere Seite des Bettes.
Fachbegriffe und Funktionen
Click-Track: Kleine Schnitte und Klicks, die bei der Projektion helfen, die Musik präzise an den Film anzupassen.
Die Tonspur eines Films: Besteht aus drei Elementen: Musik, Soundeffekte und Dialoge.
Funktionen des Soundtracks
- Ambientierung von Zeiten und Orten.
- Schaffung einer passenden Atmosphäre zur Beeinflussung des Zuschauers.
- Psychologische Effekte.
- Füllen von Leerstellen ohne Dialoge.
- Steuerung des Tempos einer Szene.
- Leitmotiv-Technik: Jeder Figur oder Handlung wird ein wiederkehrendes musikalisches Thema zugeordnet.
Kurze Geschichte der Filmmusik
- Stummfilm-Ära (1900–1920er): Begleitung durch Klavier, Geige oder kleine Orchester.
- Die 30er Jahre (Früher Tonfilm): Der Ton wird direkt im Film aufgezeichnet. Es ist das goldene Zeitalter des Musicals. Beispiel: Vom Winde verweht (Max Steiner).
- Die 40er und 50er Jahre: Studios engagieren renommierte Orchester und Komponisten. Einführung von Jazz und Stereoaufnahmen. Beispiele: Ben-Hur (Miklós Rózsa), Psycho oder Der unsichtbare Dritte (Bernard Herrmann).
- 60er und 70er Jahre: Nutzung von symphonischem Jazz, Avantgarde und Popmusik (z. B. The Beatles). Ennio Morricone prägt den Western-Sound (Für eine Handvoll Dollar). Ende der 70er: Wiederaufleben der symphonischen Musik durch John Williams (Star Wars).
- Ab den 80er Jahren: Koexistenz verschiedener Stile:
- Symphonische Musik: J. Williams (Superman, Indiana Jones), Howard Shore (Der Herr der Ringe), James Horner (Titanic).
- Elektronische Musik & Synthesizer: Vangelis (Blade Runner, 1492).
- Weitere Strömungen: Minimalismus, New Age, Pop. Einführung von Dolby Stereo.
- Wiederbelebung des Musical-Films: Moulin Rouge, Chicago, Mamma Mia!.