Geschichte und Entwicklung der galicischen Sprache

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Die galicische Sprache: Vom späten 20. bis zum 21. Jahrhundert

Während der Übergangsphase begann Spanien, sich territorial in autonome Gemeinschaften zu gliedern. Galicien wurde als historische Gemeinschaft anerkannt.

Mit dem Aufkommen der Demokratie stieg in Galicien die Nachfrage nach kultureller und sprachlicher Vielfalt. Die Sprache wurde zum Gegenstand von Studium und Forschung, um durch die Bereinigung von Dialektalismen (hiperenxebrismos) einen Standard zu etablieren und die Sprache an neue Umgebungen wie Stadt, Medien und Bildung anzupassen.

  • 1976: Gründung des galicisch-portugiesischen Universitätsinstituts.
  • 1978/1981: Dank der Verfassung (1978) und des Autonomiestatuts (1981) wird die galicische Sprache als offizielle Amtssprache anerkannt.
  • 1979: Ein Dekret regelt die Verpflichtung zum bilingualen Unterricht von der Kindheit bis zum Ende der Sekundarstufe.
  • 1982: Veröffentlichung der orthografischen und morphologischen Regeln der galicischen Sprache.
  • 1983: Verabschiedung des Gesetzes zur sprachlichen Normierung.
  • 1986: Start der Sendungen von Radiotelevisión de Galicia.
  • 1988: Schaffung des Präsidiums für sprachliche Normalisierung.
  • 1994: Veröffentlichung der ersten Zeitung, die vollständig auf Galicisch erscheint: O Correo Galego.

Zudem entstanden neue galicische Verlage, und auch andere spanische Verlage begannen, in Galicien zu publizieren. Auch in der Informatik hielt das Galicische Einzug; so erschien 1999 die erste Suchmaschine auf Galicisch (Kern).

Seit die galicische Sprache als Amtssprache anerkannt ist, hat sich ihre soziale Wahrnehmung verbessert. Dennoch gibt es bei der jüngeren Generation eine Tendenz zur Desgaleguización (Entgalicisierung), was auf eine mangelhafte Sprachplanung der autonomen Regierungen in den letzten Jahren zurückzuführen ist.

Die galicische Sprache zwischen 1936 und 1975

Der Bürgerkrieg und die Nachkriegszeit stoppten die Renaissance und den Prozess zur Normalisierung der galicischen Sprache und Kultur.

Spanisch wurde zum einzigen Kommunikationsmittel in Kirche, Schule, Verwaltung und Medien, obwohl Galicisch weiterhin die meistgesprochene Sprache in Galicien blieb.

In diesen Jahren wurde Buenos Aires zur kulturellen Hauptstadt des galicischen Exils: Es wurden galicische Verlage gegründet, Vorträge gehalten, Radiosendungen produziert und Sprachkurse angeboten.

Kulturelle Erholung ab den 1950er Jahren

In den fünfziger Jahren begann eine langsame Erholung der galicischen Kultur. 1951 wurde der Verlag Editorial Galaxia gegründet, der zu einem wichtigen Instrument der kulturellen Wiederbelebung wurde.

In den sechziger Jahren leisteten kulturelle Verbände wie O Facho, O Galo oder Abrente wichtige linguistische und kulturelle Arbeit. Die Kämpfe von Arbeitern und Studenten schärften das politische Bewusstsein einer ganzen Generation.

1971 wurde das Instituto da Lingua Galega geschaffen, das begann, die modernen kulturellen Normen des Galicischen zu definieren. Mit dem Tod Francos im Jahr 1975 endete die Diktatur, und eine Zeit des politischen Übergangs in einen demokratischen Staat voller neuer Erwartungen begann.

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