Geschichte des galicischen Theaters: Von den Anfängen bis heute
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Das Theater in Galicien: Trends, Autoren und Werke
A) Das Theater vor dem Bürgerkrieg
Die Anfänge des galicischen Theaters liegen im Jahr 1882 mit dem Werk von Antonino Mª Iglesia. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts, bis zur Zeit der Irmandades da Fala, zeigten die wenigen Schriften ein fast ausschließlich ländliches und sehr kostümiertes Ambiente.
Es handelt sich um ein Theater mit dörflichem Charakter, das in Versen verfasst wurde und den komischen Kontrast zwischen den Schlossherren (Señoritos) und den galicischen Bauern suchte.
- Autoren und Werke: Die Qualität der Werke stieg ab 1916 dank der Orientierung durch die Irmandades da Fala. Wichtige Werke dieser Zeit sind O Mariscal von Villar Ponte und Santinha von Dantas.
- Die Generation: Obwohl die Generation der Irmandades dem Theater weniger Bedeutung beimaß, beteiligten sich drei Autoren an europäischen Strömungen: Castelao (Os vellos non deben de namorarse), Otero Pedrayo (O mesón dos ermos) und Risco (O bufón d'El-Rei).
- Seminario de Estudos Galegos: Die Arbeit des Seminars hob Rafael Dieste hervor, dessen Stück A fiestra valdeira als das bekannteste und am höchsten bewertete Werk dieser Zeit gilt.
B) Theater in der Emigration und im Exil
Das Theater der Emigranten ab den 1930er Jahren appellierte an den Stolz auf Galicien, um das Gefühl der Entwurzelung (desarraigo) zu vermeiden.
- Hauptvertreter: Varela Buxán ist der wichtigste Autor, dessen Werke von der Compañía Galega Maruxa Villanueva aufgeführt wurden, darunter A xustiza dun mariñeiro und O ferreiro de Santa Comba.
- Kultdramen im Exil: Während des Franco-Regimes entstanden im Exil Dramen mit modernen Techniken und intellektuellem Anspruch. Ein repräsentatives Werk ist A esmorga, das traditionelle Elemente mit expressionistischen Zügen verbindet. Weitere führende Autoren waren Luis Seoane (A soldadeira) und Blanco Amor (Farsas para títeres, Cantiga de esponsais).
C) Theater in der Franco-Nachkriegszeit
In den 1940er und 1950er Jahren erlaubte die Diktatur lediglich folkloristisches Theater, das die Galicier oft lächerlich machte. Dennoch entstanden Werke wie O vento deitada oder Auto do taberneiro von Manuel María.
Einige Autoren schrieben Stücke, die aufgrund der Zensur erst später gezeigt werden konnten. Einer der bedeutendsten Vertreter dieser Zeit ist Álvaro Cunqueiro mit seinem Werk O incerto señor don Hamlet.
In den letzten Jahren des Franco-Regimes und zu Beginn der Demokratie gewann die Bedeutung der Theatergruppen, wie die in Ribadavia organisierten, an Gewicht. Viele unabhängige Gruppen versuchten, das Theater aus den offiziellen Institutionen herauszuholen und direkt zum Volk zu bringen.