Geschichte und Grundlagen der Fotografie

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Geschichte der Fotografie

1826: Joseph Niépce soll das erste Foto gemacht haben (Belichtungszeit ca. 8 Stunden).
1837: Daguerre fixierte Bilder auf versilbertem Kupfer.
1840: Talbot entwickelte das Negativ-Positiv-Verfahren mit lichtempfindlichem Papier.
1851: Dank Archer wurden Kopien auf sensibilisierten Glasplatten möglich.
1994: Beginn des Verkaufs von Digitalkameras.

Physikalische Fakten

Das Licht wirkt auf materielle Dinge ein, um ein Bild zu erzeugen. Um ein schärfer definiertes Bild zu erhalten, werden Lichtstrahlen mit einer Linse gebündelt. Das Licht tritt durch das Objektiv in die Kamera ein und trifft auf einen lichtempfindlichen Film.

Heutzutage werden digitale Sensoren verwendet, die Licht als elektrische Ladung messen und in Pixel umwandeln (die Basiseinheiten digitaler Bilder). Das digitale Lichtbild wird als Daten auf einer Speicherkarte gespeichert.

Entwicklung und Positiv-Verfahren

Um einen Negativfilm zu entwickeln, wird dieser in einer Dunkelkammer aus der Kamera entnommen und in einem Behälter mit Entwicklerflüssigkeit und Fixierer behandelt. Nach 15 Minuten wird der Film entnommen und getrocknet. Nun sind die Fotos auf dem Negativfilm sichtbar.

Die Positiventwicklung dient dazu, Abzüge auf Fotopapier zu erstellen:

  1. Das Negativbild wird mit hellem Licht auf Papier projiziert. Helle Teile des Negativs lassen Licht durch und verdunkeln das Papier und umgekehrt.
  2. Das Papier mit dem projizierten Negativ wird in ein Becken mit Entwickler gelegt, danach in ein Becken mit Fixiermittel und schließlich getrocknet.

Die digitale Fotografie hat alles verändert; Bilder werden heute in Formaten wie JPEG, TIFF oder RAW gespeichert.

Arten und Funktionen der Fotografie

  • Presse- und Dokumentarfotografie: Dient der Information.
  • Künstlerische Fotografie: Fokus auf expressive, ästhetische und kreative Aspekte.
  • Wissenschaftliche und industrielle Fotografie: Zeigt wissenschaftliche oder industrielle Zwecke für Information, Bildung oder Handel.

Kameras und ihre Bedienung

Grundlegende Bedienung: Das Licht trifft auf den Film und formt ein Bild. Standardkameras verfügen über einen Auslöser, einen Sucher und oft einen Blitz. Digitalkameras ermöglichen es, das Bild durch den Rahmen zu betrachten, Fotos zu löschen oder sie zur Retusche auf den Computer zu kopieren.

Grundlagen der Aufnahme

  • Kamera halten: Die Kamera ruhig halten und den Auslöser drücken.
  • Licht: Der Fotograf sollte so stehen, dass das Licht von hinten kommt.
  • Motivabstand: Immer nah herangehen und unnötigen Leerraum vermeiden.
  • Bildausschnitt (Frame): Entscheidung zwischen horizontaler oder vertikaler Ausrichtung.
  • Figur und Grund: Das Bild so harmonisch wie möglich gestalten.
  • Lichtkontrast: Auf die Lichtverhältnisse achten.
  • Auflösung und Formate: Die bestmögliche Auflösung verwenden.

Komposition und Merkmale

Bei der Aufnahme eines Bildes spielen verschiedene Faktoren eine Rolle:

  • Bildausschnitt (Frame): Die Gestaltung der Realität durch den Sucher.
  • Licht: Erzeugt Stimmungen und lenkt die Aufmerksamkeit. Hartes Licht erzeugt starke Schatten. Weiches Licht lässt Kanten verschwimmen. Richtungen: Seitlich, vertikal oder Gegenlicht (Motiv zwischen Kamera und Lichtquelle).
  • Tonwert: Unterschied zwischen Licht und Dunkelheit (Kontrast).
  • Textur: Oberflächenbeschaffenheit (glatt, rau).
  • Linie: Gibt Struktur und lenkt den Blick des Betrachters.
  • Form: Die wesentliche Struktur der Komposition.
  • Rhythmus: Verleiht der Komposition Dynamik.
  • Mittelpunkt des Interesses: Fokus auf ein bestimmtes Element.
  • Farbe: Harmonie der Farben.
  • Der Moment: Einzigartige Augenblicke einfangen.
  • Drittel-Regel: Teilt das Bild horizontal und vertikal in Drittel; wichtige Elemente sollten auf den Schnittpunkten liegen.

Die Spiegelreflexkamera

Durch den Sucher sieht man das exakte Bild. Licht, Blende und Verschlusszeit lassen sich präzise steuern.

Elemente des Objektivs

  • Fokusring
  • Distanzskala
  • Schärfentiefeskala
  • Blendenring

Fokus und Belichtung

Der Fokus erlaubt es, Objekte in verschiedenen Entfernungen scharf zu stellen. Belichtungssysteme:

  • Blendenöffnung: Regelt den Lichteinfall. Eine größere Öffnung hilft bei dunklen Objekten und beeinflusst die Schärfentiefe.
  • Verschlusszeit: Kontrolliert die Belichtungsdauer. Kurze Zeiten verhindern Unschärfe bei Bewegung.
  • Belichtungsgeschwindigkeit: Der Film muss die richtige Lichtmenge erhalten, um das Bild korrekt zu reproduzieren.

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