Die Geschichte der Iberischen Halbinsel: Von der Antike

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Vorrömische Zeit

Die Geschichte der Iberischen Halbinsel erstreckt sich bis zum Jahr 218 v. Chr., als mit der Landung der Römer die Eroberung begann. Zu dieser Zeit existierten verschiedene Sprachen, darunter Baskisch, sowie Einflüsse von Kelten, Phöniziern und Griechen.

Wichtige Völker der Antike

  • Tartessos: Sie besaßen ein reiches Reich im Süden, entlang des Atlantiks und der Meerenge von Gibraltar.
  • Iberer: Sie siedelten an der Mittelmeerküste und im östlichen Binnenland. Sie waren bekannt für ihre Felsmalereien und ihr Kunsthandwerk, insbesondere Keramik und Steinschnitzereien mit filigranem Schmuck. Der Name Iberia leitet sich von ihnen ab.
  • Kelten: Sie bewohnten das westliche Drittel der Halbinsel. Sie stammten ursprünglich aus Mitteleuropa und drangen im 7. Jahrhundert v. Chr. in das Zentrum der Halbinsel vor, wo sie sich mit den Iberern zu den Keltiberern vermischten.
  • Basken: Aufgrund der schwierigen geografischen Lage in den Pyrenäen konnten sie sich weitgehend dem späteren römischen Einfluss entziehen.

Handel und Kolonien

Phönizier, Griechen und Karthager gründeten Kolonien an den Mittelmeerküsten und im Südatlantik. Ihr Hauptzweck war der Handel. Sie errichteten Hafenstädte, um den Schiffsverkehr zu schützen. Der Kontakt mit den Einheimischen führte zu einem kulturellen Austausch. Der Begriff Hispania leitet sich vermutlich vom karthagischen Spanija (Land der Kaninchen) ab.

Sprachliche Einflüsse: Latein zu Kastilisch

Beispiele für die Entwicklung vom Latein zum Kastilischen:

  • Terra: Erde
  • Bona: Gut
  • Vita: Leben
  • Farina: Mehl
  • Facer: Machen
  • Lupum: Wolf
  • Plumbum: Blei
  • Cuprum: Kupfer
  • Argentum: Silber

Die Römerzeit (218 v. Chr. – 409 n. Chr.)

Diese Epoche endete mit den Invasionen der Germanen, Alanen, Vandalen und Westgoten. Das Latein setzte sich als dominierende Sprache durch und verdrängte fast alle anderen Sprachen, mit Ausnahme des Baskischen.

Vulgärlatein und Romanisierung

Das Latein jener Zeit unterschied sich in zwei Ebenen: das kultivierte Latein der Schriftsteller und Politiker sowie das Vulgärlatein, das vom einfachen Volk und den Kaufleuten gesprochen wurde. Die Romanisierung Hispaniens war so tiefgreifend, dass bis heute Aquädukte, Brücken, Theater, Tempel und Straßen erhalten sind.

Synthese der Sprachbildung

Sprachliche Schichten

  • Substrat: Iberisch, Keltisch, Phönizisch, Griechisch, Baskisch.
  • Stratum: Vulgärlatein.
  • Superstrat: Germanische Elemente (Westgoten) sowie spätere arabische und europäische Einflüsse.

Herkunft des Wortschatzes (Prozentuale Verteilung)

  • Latein: 70 %
  • Griechisch: 10 %
  • Arabisch: 8 %
  • Germanisch: 5 %
  • Sonstige: 7 %

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