Geschichte des Islam: Von Mohammed bis zur Architektur
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Die Entstehung des Islam im 7. Jahrhundert
Punkt 7: Der Islam entstand im 7. Jahrhundert in Arabien, auf der Arabischen Halbinsel, die zwischen dem Roten Meer und dem Persischen Golf liegt. Im siebten Jahrhundert präsentierte sich dort eine große interne Spaltung in verschiedenen Bereichen:
- Politischer Bereich: Das Gebiet war in zahlreiche unabhängige Stämme unterteilt.
- Wirtschaftlicher Bereich: Das Innere der Halbinsel wurde von Beduinenstämmen bewohnt, welche als Nomaden Weidewirtschaft betrieben.
- Religiöser Bereich: Die Beduinen waren Fetischisten, während die Bauern und Händler polytheistisch geprägt waren.
Die Kalifen und Mohammed
Die Kalifen werden unterteilt in: die orthodoxen Kalifen, die Umayyaden und die Abbasiden.
Mohammed: Mohammed wurde im Jahr 570 in Mekka in eine wohlhabende Familie geboren. Er begann seine Lehre in der Stadt Mekka zu predigen. Die Ablehnung des Polytheismus und die Tatsache, dass seine ersten Anhänger einfache Menschen waren, provozierten den Widerstand der reichen Kaufleute von Mekka. In Medina wurde Mohammed zur höchsten politischen und religiösen Autorität, mit der er im Jahr 630 Mekka erobern konnte.
Nach dem Tod von Mohammed war fast ganz Arabien vereint. Die Lehre des Islam begann ihre Expansion. Was ist der Islam? Es bedeutet die Unterwerfung unter den Willen des einzigen Gottes (Allah). Ein Muslim ist ein „Unterwürfiger“ oder Gläubiger.
Macht und Verwaltung im Kalifat
Der Kalif war die höchste Autorität des Reiches und vereinte religiöse sowie politische Macht. Als religiöses Oberhaupt leitete der Kalif das gemeinsame Freitagsgebet. Politisch führte er den Staat, verwaltete die Justiz und befehligte das Heer. Die Verwaltung des Reiches war in Provinzen unterteilt, die unter der Aufsicht eines Gouverneurs oder eines Finanzaufsehers standen.
Cadis (Richter) waren für die Rechtsprechung zuständig. Die Menschen zahlten zwei Arten von Steuern: eine auf den Besitz von Grundstücken und eine Kopfsteuer für Personen. Letztere entfiel, sobald man zum Islam konvertierte.
Wirtschaft und Landwirtschaft
Im westlichen Teil wurde in fruchtbaren, bewässerten Tälern Landwirtschaft betrieben, wo Weizen, Gerste, Baumwolle, Reis und Zuckerrohr kultiviert wurden. In den Wüstengebieten war die Haupttätigkeit die nomadische Viehzucht von Rindern und Kamelen.
Durch ihr Reich verbreiteten die Muslime landwirtschaftliche Erzeugnisse wie Zuckerrohr, Baumwolle, Safran und Maulbeerbäume. Zudem wurde das System des Landbesitzes verbessert. Eroberte Ländereien blieben oft in den Händen der ehemaligen Besitzer, sofern diese Steuern zahlten. Ein Fünftel des Landes befand sich in den Händen des Kalifen, der Rest wurde unter der muslimischen Aristokratie aufgeteilt.
Städtisches Leben und soziale Gruppen
Städte wie Cordoba, Bagdad und Damaskus waren Zentren der Entwicklung. Die wichtigsten Aktivitäten waren Handwerk und Handel.
Soziale Schichten:
- Oberschicht: Eine kleine Gruppe, meist arabischer Herkunft, die Landbesitz aus der Kriegsbeute hielt und hohe Ämter besetzte.
- Einfaches Volk: Die übrige Bevölkerung, bestehend aus Bauern, Handwerkern und Kaufleuten der unterworfenen Völker.
Wohnkultur und Architektur
Das muslimische Haus: In den reichsten Familien war das Haus um einen Hof organisiert. Im Erdgeschoss befanden sich die Küche, die Speisekammer sowie Dienstbotenräume. Im Obergeschoss lagen die privaten Zimmer. Die Häuser der Armen besuchten oft nur ein oder zwei Schlafzimmer. Die Möblierung bestand aus Teppichen, Sofas, niedrigen Tischen und Truhen, da es keine Kleiderschränke gab.
Merkmale der Architektur:
Es wurden oft einfache Materialien wie Fliesen, Putz oder Holz verwendet. Charakteristisch sind Säulen und Pfeiler als Stützen, Hufeisenbögen sowie Gewölbe. Das Äußere war meist schlicht und geometrisch, während das Innere stark unterteilt und mit Marmor, Fliesen, Gips und Holzpaneelen verziert war.
Bedeutende Bauwerke
Die wichtigsten Gebäude waren Moscheen und Paläste.
- Die Moschee: Ein Ort des Gebets, der den Gläubigen Ruhe und Abgeschiedenheit von der Welt bietet. Sie besteht aus einem Hof mit einem Reinigungsbrunnen, einem Minarett (Turm für den Muezzin) und dem Gebetssaal. Die Qibla-Wand ist in Richtung der heiligen Stadt Mekka orientiert.
- Paläste: Residenzen der Kalifen mit Thronsaal, Gerichtssaal und privaten Bereichen wie dem Harem, Gärten und Brunnen.