Die Geschichte des Jazz: Ursprung, Stile und Merkmale
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Die Ursprünge des Jazz
Origin of Jazz: Der Jazz entstand aus den Liedern der Sklaven, die auf den Plantagen im Südosten der Vereinigten Staaten arbeiteten. Es gibt drei Hauptgattungen: Work Songs, Blues und Gospel Songs.
Work Songs auf den Plantagen
Work Song: Diese Lieder halfen den Sklaven bei der Arbeit auf den Plantagen. Das Tempo der Arbeit wurde durch den Gesang und den Klang der Instrumente vorgegeben. Die Lieder hatten einen traurigen und melancholischen, aber dennoch rhythmischen Charakter. Ein Arbeiter begann zu singen (Call), und die anderen antworteten, indem sie dieselben Verse wiederholten (Response).
Gospel: Religiöse Hoffnung
Gospel Song: Diese religiösen Lieder wurden von schwarzen Amerikanern gesungen. Die Sklaven versammelten sich in der Kirche, wo sie gemeinsam sangen – getragen von der Hoffnung auf eine neue, gerechte Welt nach dem Tod. Die Struktur bestand aus einem Solisten (Prediger) und dem Chor (Antwort des Volkes).
Der Blues als Ausdruck des Schicksals
Blues: Im Blues drückten die Sklaven die Traurigkeit ihrer Situation aus, indem sie ihr Schicksal mit Resignation annahmen. Die Atmosphäre ist langsam, traurig und angespannt, oft gepaart mit einer gewissen Ironie.
Merkmale des Swing
Swing Features:
- Big Band: Bestehend aus 12 bis 16 Musikern mit bedeutenden Solisten im Kontrast zum Ensemble.
- Rhythm Section: Besetzt mit Klavier, Gitarre, Bass (oder Tuba) und Schlagzeug.
- Melodic Section: Besteht aus zwei Blechbläser-Sektionen (Trompeten und Posaunen) und einer Holzbläser-Sektion (Alt-Saxophon, Tenor-Saxophon und Klarinette).
- Stilmittel: Verwendung von Riffs sowie Frage-und-Antwort-Phasen.
- Rhythmus: Ein durchgehender Vier-Viertel-Takt (im Gegensatz zum Zwei-Takt-Schritt früherer Stile). Die Akzentuierung liegt auf den Schlägen 2 und 4 mit einem speziellen Swing-Rhythmus (punktierte Achtel und Sechzehntel).
- Komplexität: Dieser Stil erfordert Arrangeure für das Orchester. Er verliert an Spontaneität und Improvisation zugunsten von Komplexität und Einflüssen aus der europäischen Musik.
Die Geburtsstunde in New Orleans
New Orleans: Im Jahr 1865 erklärte Abraham Lincoln die Freiheit für die Sklaven. Einige von ihnen erwarben Blechblasinstrumente und lernten, diese mit einer Technik zu spielen, die den menschlichen Gesang imitierte. Sie spielten in lokalen Bands in den Armenvierteln der Städte, besonders in New Orleans.
Der Wandel zum Be-Bop
Merkmale Be-Bop: Die Regelmäßigkeit des Schlagzeugs wird aufgegeben; es wandelt sich zu einem eigenständigen Instrument innerhalb des Ensembles. Der Rhythmus entfernt sich vom traditionellen Jazz. Mit dem Be-Bop entwickelte sich der Jazz von einer Tanzmusik hin zu einer Musik zum reinen Zuhören. Die Instrumente spielen Passagen mit einer so hohen Geschwindigkeit, dass jeder Vergleich mit der menschlichen Stimme entfällt. Die Emotionen des traditionellen Jazz wurden durch die großen technischen Fähigkeiten der Darsteller ersetzt. Das Intervall der verminderten Quinte (Tritonus) wurde in dieser Zeit populär und charakterisiert den Be-Bop-Stil. Die Improvisation rahmt das Thema ein, welches zu Beginn und am Ende des Stücks meist von Trompete und Saxophon präsentiert wird.
Der Chicago-Stil
Chicago Merkmale: Die Besetzung umfasst meist 6 bis 9 Musiker, teilweise existieren jedoch auch Orchester mit mehr als 10 Personen.
- Rhythm Section: Klavier, Banjo oder Gitarre, Bass oder Tuba und Schlagzeug.
- Melodic Section: Trompete, Klarinette, Posaune und erstmals das Saxophon.
- Stil: Fokus auf Solo-Improvisation und die Dominanz der Solisten über das Ensemble. Wenn mehrere melodische Linien vorhanden sind, verlaufen diese meist parallel.
- Rhythmus: Der rhythmische Puls (In-Time) ist eher schwach. Die Betonung liegt auf den Zählzeiten 2 und 4, insbesondere im Schlagzeug.