Die Geschichte der katalanischen Literatur unter Franco
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Die Unterdrückung der katalanischen Sprache
In den ersten 40 Jahren der Franco-Diktatur wurde die Einigung Spaniens durch die erzwungene Durchsetzung der spanischen Sprache vorangetrieben. Mit Unterstützung aller Medien wurde das Katalanische systematisch verdrängt und verboten. Amtsträger durften die Sprache nicht verwenden, und ihre Nutzung in Zeitschriften, Zeitungen, Büchern sowie im öffentlichen Raum wurde unterbunden.
Kultureller Widerstand und erste Lockerungen
Nach einigen Jahren formierte sich kultureller Widerstand durch Untergrundpublikationen. Erst nach der Niederlage Nazi-Deutschlands und des faschistischen Italiens im Jahr 1945 änderte sich die Situation leicht. Obwohl das Katalanische weiterhin auf das Privat- und Familienleben beschränkt blieb, sorgten Ereignisse wie die Verleihung der Eisner-Roman-Auszeichnungen im Jahr 1947 für eine erste Stärkung.
In den 1950er Jahren führte der internationale Druck auf das Franco-Regime zu einer gewissen Liberalisierung. Dies ermöglichte die Veröffentlichung einiger Werke bedeutender Autoren wie Mercè Rodoreda oder Salvador Espriu.
Soziokultureller Wandel in den 1960er Jahren
Die 1960er Jahre waren von soziokulturellen Veränderungen geprägt. Die Diktatur öffnete sich vorsichtig gegenüber dem Ausland, was trotz anhaltender Zensur ein breiteres Publikum erreichte. Neue Verlage wie Edicions 62 und Zeitschriften wie Serra d'Or entstanden.
Literarische Trends der 60er Jahre
- Symbolik und Mythos: Um die politische Zensur zu umgehen, wich die Fiktion oft in die Symbolik aus, anstatt die Realität direkt abzubilden.
- Psychologischer Roman: Ein weiterer Trend war die psychologische Erzählung, die durch den inneren Monolog geprägt war, wie bei Autoren wie Mercè Rodoreda und Llorenç Villalonga.
Sprachliche Strukturen und Textkohärenz
Arten der thematischen Progression
- Lineare Progression: Das Thema eines Satzes wird zum Rhema des folgenden Satzes.
- Progression mit wiederkehrendem Thema: Ein festes Thema liefert Informationen über verschiedene Aspekte.
- Progression mit abgeleiteten Themen: Informationen werden aus einem allgemeinen Oberthema abgeleitet.
Konnektoren und Satzverknüpfungen
Zur Textstrukturierung werden verschiedene Konnektoren verwendet:
- Kopulativ und disjunktiv: Verbindungen und Alternativen.
- Adversativ und distributiv: Gegensätze und Verteilungen.
- Erklärend und konsekutiv: Erläuterungen sowie Schlussfolgerungen (z. B. "das heißt", "daher").
Grammatikalische Kategorien
- Adjektive: Unterscheidung zwischen erläuternden und spezifizierenden Adjektiven (letztere oft in Kommas gesetzt).
- Adverbiale Bestimmungen:
- Echte Adverbiale: Ort, Art, Zeit und Vergleich.
- Unechte Adverbiale: Kausalsätze (Ursache), Konzessivsätze (Einschränkung), Finalsätze (Ziel/Zweck im Konjunktiv) und Konsekutivsätze (Folge).