Geschichte der Körperkultur und des Sports

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1. Was ist unter Körperkultur zu verstehen?

Da die Abhängigkeit vom Medium sicher war, manifestierten sich erste Anzeichen einer primitiven „Body Culture“ und körperlicher Aktivität vor allem in Form von Fertigkeiten und Fähigkeiten im Tanz und Spiel. Anschließend wurden diese bewusst systematisiert und geordnet überliefert. Die Ziele dieser körperlichen Aktivitäten lagen primär auf Effizienz, Kapazität und Anpassung, weniger auf sozialen oder kulturellen Interaktionen.

2. Wann begann der Sportunterricht?

Leibeserziehung wurde, abgesehen von vereinzelten Fällen, in Europa erst ab der Mitte des 18. Jahrhunderts systematisch gelehrt, als Bildungssysteme begannen, Realität zu werden.

3. Die Bedeutung körperlicher Aktivität für unsere Spezies

Körperkultur und Sport verstehen sich als eine Reihe von Gewohnheiten, Ideen und Einstellungen in Bezug auf körperliche Aktivität, die in jeder Gesellschaft und Epoche zu finden sind. Somit ist Körperkultur ein integraler Bestandteil der allgemeinen Kultur einer Gesellschaft.

4. Merkmale der körperlichen Aktivität bei Naturvölkern

Anthropologische und archäologische Studien belegen die Bedeutung der körperlichen Aktivität im Leben aller Völker. Für den primitiven Menschen war die körperliche Verfassung essenziell für das Überleben (Kraft, Schnelligkeit, Ausdauer) sowie für die Perfektion seiner lokomotorischen und manipulativen Fähigkeiten.

5. Körperliche Aktivität im alten Ägypten

Sport war in Ägypten hoch angesehen, um den Körper gesund und stark zu halten. Es gab kaum einen Wettbewerbsgedanken, und die Ausübung war fast ausschließlich der Oberschicht vorbehalten.

Die Männer praktizierten Stockkampf, Boxen und Schwimmen.

Kinderspielzeug war verfügbar. Zu den Spielen zählten:

  • Sterne: Zwei Kinder hielten die Arme von zwei anderen, die sich drehten.
  • Kämpfe: Partner trugen sich gegenseitig huckepack aus.
  • Tanz: Mädchen und Jungen tanzten mit großer Energie.

6. Brettspiele im alten Ägypten

Die Ägypter liebten Spiele, die Glück und Intelligenz verbanden:

  • Senet: Gespielt auf einem Brett mit 30 Quadraten (drei Reihen zu zehn). Als Spielsteine dienten Steine oder bewegliche Stäbe.
  • Hund und Schakal: Ein Brett mit 58 Löchern, bei dem Elfenbeinstäbe mit Tierköpfen verwendet wurden.
  • Mehen (Schlangenspiel): Ein kreisförmiges Brett, auf dem die Schlange spiralförmig gewickelt war.

Auch das Lesen war ein beliebtes Hobby.

7. Sportliche Repräsentation in Ägypten

Sport wurde in Ägypten weitgehend als Mittel zur Erhaltung der Gesundheit und Stärke angesehen. Ein Wettbewerbsvorteil stand nicht im Vordergrund; die Praxis blieb weitgehend der Oberschicht vorbehalten.

8. Unterschiede: Körperliche Aktivität in Sparta und Athen

In Sparta wurden Bürger geschult, um die Stadt durch körperliche Stärke zu verteidigen. Gesunde Kinder wurden bis zum 7. Lebensjahr von Müttern betreut und danach in Disziplin, Sicherheit und Loyalität erzogen. Ab dem 20. bis zum 30. Lebensjahr erfolgte eine militärische Ausbildung. Auch Frauen erhielten eine körperliche Ausbildung, um starke Mütter zu werden.

In Athen war die Ausbildung künstlerisch, geistig, philosophisch und musikalisch geprägt. Ästhetik und Schönheit waren zentral. Gymnastik diente medizinischen, hygienischen und pädagogischen Zwecken. Athenische Jungen begannen zwischen 8 und 12 Jahren unter einem Paidotribo (Lehrer) mit dem Training – nackt und zur Musik der Oboe. Intellektuelle Erziehung war stets von körperlicher Aktivität begleitet.

9. Philosophen und das Verständnis des Körpers

  • Sokrates: Verbindet die intellektuelle Seite mit der des Turners und Arztes.
  • Platon: Entwickelte eine Bildungstheorie, in der körperliche Aktivität ein Mittel zur harmonischen Entwicklung ist.
  • Aristoteles: Gründete das Lyceum in der Nähe der Turnhalle und maß der körperlichen Bewegung große Bedeutung bei.

10. Ursprung und Häufigkeit der Olympischen Spiele

Die Olympischen Spiele wurden 776 v. Chr. in Olympia (Griechenland) begründet. Alle vier Jahre wurde während der Veranstaltung eine Waffenruhe ausgerufen, um die Wettkämpfe zu ermöglichen. Neben Olympia gab es auch die Pythischen, Nemeischen und Isthmischen Spiele.

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