Geschichte der modernen Musik und Instrumentenkunde
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Impressionismus in der Musik
Die Impressionisten wollten stimmungsvolle Atmosphären und Eindrücke durch die Verwendung von Harmonien und Klangfarben in neuen Kombinationen schaffen. Claude Debussy komponierte bedeutende Werke wie La Mer (Das Meer) und Nuages (Wolken). Maurice Ravel, bekannt für die Erlangung magischer Klänge durch geschickte Instrumentenkombinationen, schrieb den berühmten Boléro für Orchester.
Atonalität und Zwölftonmusik
Atonalität ist eine Form der Komposition, die auf der freien Wahl von Noten und Akkorden basiert. Arnold Schönberg komponierte Musik, um sich von den traditionellen Regeln der Tonalität zu lösen. Die Zwölftonmusik nutzt frei eine zwölftönige chromatische Tonleiter, jedoch ohne Wiederholung eines Tons, bis alle anderen elf Töne erklungen sind.
Igor Strawinsky und die Moderne
Igor Strawinsky begann, Musik für Diaghilews Ballets Russes zu komponieren. Sein wegweisendes Werk The Rite of Spring (Le Sacre du printemps) wurde 1913 in Paris uraufgeführt.
Die europäische Musikszene nach 1945
Nach dem Zweiten Weltkrieg war die europäische Szene in allen Bereichen verheerend getroffen. Komponisten und Interpreten hatten die Aufgabe, neue musikalische Werke zu schaffen, die zum Wiederaufbau der Kultur beitrugen. Olivier Messiaen lehrte in Frankreich neue Musikstile an Schüler wie Boulez, Nono und Stockhausen. Der Serialismus ist eine Technik, bei der Tondauer, Intensität und Tonhöhe in Reihen organisiert werden.
Experimentelle Ressourcen nach John Cage
John Cage nutzte innovative Ansätze für seine Kompositionen:
- Musiker spielen die Noten frei.
- Ideen werden durch Zeichnungen suggeriert.
- Komposition von stillen Teilen (Tacet).
- Verwendung von eingeschalteten Radios als Klangquellen anstelle von Instrumenten.
- Schreiben von Musikstücken durch das Mischen von Karten.
Konkrete und elektronische Musik
Um 1948 zeichnete Pierre Schaeffer (oft fälschlich Heinrich genannt) alle Arten von Geräuschen mit verschiedenen Objekten auf Magnetband auf und nannte dies konkrete Musik. Elektronische Musik hingegen wird rein durch elektronisch erzeugte Klänge produziert. Edgard Varèse schrieb Werke wie Arcana für Orchester und das Poème électronique.
Instrumentenkunde: Die Flöte
Die Flöte erschien im 12. Jahrhundert im Westen und wurde von Spielleuten und Troubadouren verwendet. Sie bildet eine ganze Instrumentenfamilie: Sopran, Sopranino, Alt, Tenor, Bass und Kontrabass. Das Instrument besteht aus zwei zusammengefügten Teilen, die zur Stimmung leicht verschoben werden können. Die Tonerzeugung erfolgt durch das Abdecken und Aufdecken der Löcher entlang der Röhre.
Harmonika-Typen
- Diatonisch: Wird nach einer vorgegebenen Skala gestimmt.
- Chromatisch: Ein harmonisches Doppel mit Löchern für Naturtöne und weitere für Alterationen; sie kann in jeder Tonart spielen.
Die Gruppe der Holzblasinstrumente
Holzblasinstrumente sind eine Gruppe von Instrumenten, deren Name daher rührt, dass sie ursprünglich aus Holz gebaut wurden. Ihre Mundstücke sind sehr unterschiedlich:
- Fagott: Besitzt ein Doppelrohrblatt-Mundstück und wird meist aus Ahornholz gefertigt.
- Klarinette: Verfügt über ein einfaches Rohrblatt.
- Flöte: Der Ton wird durch das Blasen gegen eine Anblaskante erzeugt.
- Saxophon: Wurde von Adolphe Sax entwickelt. Es gibt die Größen Sopran, Alt, Tenor und Bariton.
- Oboe: Ein Instrument, das von der Renaissance-Schalmei abstammt und ein Doppelrohrblatt besitzt.