Die Geschichte der technologischen Revolutionen

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Die erste technologische Revolution: Der Buchdruck

Die erste große technologische Revolution wurde durch den Buchdruck eingeleitet. Die Presse veränderte alle Bereiche der Gesellschaft: Nachrichten, Bildung, Wissenschaft, Unterhaltung, staatliche Maßnahmen sowie religiöse und politische Gesetze. Der Text ermöglichte eine Änderung im Denken, ein isoliertes Lesen, den direkten Kontakt mit der Botschaft und eine neue Distanz zu den Tatsachen. Die Reflexion und die Verbreitung von Informationen waren jedoch durch die geringe Geschwindigkeit begrenzt, mit der Menschen Zeitungen und Bücher transportieren konnten. Im frühen 19. Jahrhundert lag die Höchstgeschwindigkeit für den Transport per Zug bei etwa 60 km/h.

Die zweite Revolution: Der Telegraph

Die zweite große Revolution wurde durch den Telegraphen verursacht. Zum ersten Mal konnte sich Information unabhängig von der physischen Fortbewegung des Menschen verbreiten. Dank der elektrischen Telegraphie konnten Nachrichten in Sekundenschnelle über Kilometer hinweg empfangen werden. Die Telegraphie dekontextualisierte Informationen: Es spielte keine Rolle mehr, woher die Nachricht kam. Dies festigte die Idee der Information als Ware. Der Telegraph wurde später durch das Telefon perfektioniert.

Die dritte Revolution: Fotografie und Bildreproduktion

Die dritte technische Revolution ist die Reproduktion von Bildern und die Fotografie. Bis dahin erforderten alle Codes, die die Realität „spiegelten“, eine „Übersetzung“: Worte, Symbole, Morsezeichen oder Zeichnungen und Gemälde waren die Stempel der Menschen, die erzählten, wie die Dinge waren. Das Foto und mobile Kameras ermöglichen eine Berichterstattung, die jedoch auch täuschen kann. Kameras imitieren die menschliche Wahrnehmung, weshalb wir glauben, das Bild sei identisch mit der Wirklichkeit.

Dabei wird oft vergessen, dass die mediale Berichterstattung durch Menschen erfolgt, die die Kamera bedienen. Die Botschaft der Bilder entspricht nicht der Realität, sondern stellt sie lediglich dar. Durch Bilder wird es leichter, die Unterschiede zwischen der Realität und der Nachricht zu verschleiern.

Informatik: Die Ära der Datenverarbeitung

Die Technik zum Drucken wurde erst im späten 19. Jahrhundert populär, als Schreibmaschinen verbessert wurden. Die Entwicklung der Computertechnologie revolutionierte das gesamte System des Informationsmanagements (Netzwerke, Datenspeicherung, Informationssuche etc.). Die Informatik ist zu einem Instrument geworden, das alle anderen Technologien kondensiert. Sie besitzt eine solche Durchlässigkeit, dass sie sich den Anforderungen vieler gesellschaftlicher Bereiche angepasst hat. Diese „Systeme“ verändern grundlegend, wie wir uns auf die Welt beziehen.

Die technologischen Revolutionen im Überblick

Während der gesamten Geschichte der Menschheit gab es Veränderungen, die den Produktionsprozess tiefgreifend störten und soziale Strukturen veränderten. Historiker heben drei Revolutionen hervor:

  • Die erste Revolution: Sie entwickelte sich im 18. Jahrhundert in England. Durch die Einführung der Dampfmaschine wurden viele Produkte entwickelt und die Kommunikation durch die Dampfeisenbahn beschleunigt.
  • Die zweite Revolution: Sie fand im 20. Jahrhundert statt und war durch die industrielle Organisation und die Montagelinie für die Massenproduktion gekennzeichnet.
  • Die dritte Revolution: Dies ist die technologische Revolution der Informations- und Kommunikationstechnologien, die heute stattfindet. Sie ist durch Technologien gekennzeichnet, die die Verarbeitung, Speicherung und Übermittlung von Informationen in kürzester Zeit ermöglichen.

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