Gezeitenenergie: Funktionsweise und Potenziale

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Was ist Gezeitenenergie?

Es ist eine erneuerbare Energieform, bei der Energie durch den Unterschied zwischen Ebbe und Flut erzeugt wird. Es ist eine Energiequelle der Zukunft, aber es gibt viele Herausforderungen: Um die notwendige Energie zu liefern, wird ein Gezeitenunterschied von etwa 9 Metern oder mehr benötigt.

Wie wird sie gewonnen?

Gezeitenenergie wird durch die Nutzung der Gezeiten gewonnen, d. h. durch den Unterschied in der durchschnittlichen Meereshöhe aufgrund der relativen Positionen von Erde und Mond sowie der Anziehungskraft des Mondes und der Sonne auf die Wassermassen der Meere. Dieser Höhenunterschied kann genutzt werden, indem bewegliche Teile den natürlichen Prozess des Auf- oder Abstiegs des Wassers zusammen mit Mechanismen zur Kanalisierung und Speicherung in eine Achsenbewegung umwandeln.

Durch die Kopplung an ein Generatorsystem kann dies zur Stromerzeugung genutzt werden, indem die Energie in elektrische Energie umgewandelt wird – eine nützliche und nutzbare Energieform. Es handelt sich um eine saubere, erneuerbare Energiequelle.

Vorteile und Herausforderungen

Gezeitenenergie ist erneuerbar, da die primäre Energiequelle durch den Betrieb nicht erschöpft wird. Sie ist sauber, da bei der Energieumwandlung keine gasförmigen, flüssigen oder festen Schadstoffe entstehen. Allerdings hat das Verhältnis zwischen der gewinnbaren Energiemenge mit aktuellen Mitteln und den wirtschaftlichen sowie ökologischen Kosten für die Installation der Anlagen eine deutliche Zunahme dieser Energieform bisher verhindert.

Weitere Formen der Meeresenergie

Andere Möglichkeiten, Energie aus dem Meer zu gewinnen, sind:

  • Wellen (Wellenenergie)
  • Temperaturdifferenzen zwischen Oberflächen- und Tiefenwasser (Meereswärmekraftwerke)
  • Salzgehalt
  • Unterwasserströmungen
  • Offshore-Windenergie

Projektbeispiel in Spanien

In Spanien planen die Regierung von Kantabrien und das Institut für Energieeinsparung (IDAE) die Schaffung eines Forschungs- und Entwicklungszentrums (R&D) an der Küste von Santoña. Die Anlage könnte den jährlichen Stromverbrauch von rund 2.500 Haushalten decken.

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